TSMC-Werk in Deutschland:
Entscheidung soll erst im Sommer fallen
Es gibt offenbar noch immer keine endgültige Entscheidung über die Pläne für den Bau des ersten Werks von TSMC in Europa. Wie jetzt bekannt wurde, will der weltweit größte Chip-Vertragsfertiger bis zum Sommer entscheiden, ob das Werk in Deutschland gebaut wird.
Laut einem Bericht des taiwanischen Branchendiensts DigiTimes ist man sich bei der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) noch immer nicht sicher, ob der geplante Bau des ersten großen Chipwerks des Konzerns in Europa, wie ursprünglich gedacht, in Deutschland erfolgen soll.
Unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld des Unternehmens heißt es, dass man sich im Sommer dieses Jahres zu einer Entscheidung durchringen will. Aktuell versucht der Konzern offenbar, von seinen Zulieferern Angaben über die Lieferung von Anlagen und Materialien für die Chipfertigung nach Deutschland zu sammeln, um entsprechende Berechnungen zu erstellen und die Kosten so besser einschätzen zu können.
Ein weiterer Faktor ist, dass die zuletzt stark gesunkene Nachfrage für Elektronikprodukte auch dazu geführt hat, dass TSMC deutlich weniger Chips absetzt. Der taiwanische Chipproduzent hat deshalb begonnen, den Ausbau seiner Fertigungskapazitäten in Taiwan und anderen Ländern zu bremsen, um nicht zu riskieren, dass man die neuen Werke künftig nicht ausreichend auslasten kann. Hintergrund ist natürlich wie so oft der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine.
TSMC ist Auftragsfertiger und produziert als solcher die Chips von bekannten Marken wie Nvidia, AMD und Qualcomm. Außerdem ist man wichtigster Lieferant des US-Computerkonzerns Apple, der seine hochmodernen ARM-Chips in gigantischen Stückzahlen bei TSMC produzieren lässt.
Siehe auch:
Unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld des Unternehmens heißt es, dass man sich im Sommer dieses Jahres zu einer Entscheidung durchringen will. Aktuell versucht der Konzern offenbar, von seinen Zulieferern Angaben über die Lieferung von Anlagen und Materialien für die Chipfertigung nach Deutschland zu sammeln, um entsprechende Berechnungen zu erstellen und die Kosten so besser einschätzen zu können.
Nachfragetief könnte Verzögerungen oder Verzicht zur Folge haben
Eine Hürde bei der Expansion nach Deutschland ist für TSMC offenbar auch, dass viele Zulieferer überzeugt sind, dass sich der Aufbau eigener Kapazitäten hierzulande erst dann lohnt, wenn TSMC selbst ausreichend große Produktionszahlen an seinem geplanten Standort erreicht. Bis dahin wollen die meisten Zulieferer nicht selbst in Kapazitäten in Deutschland investieren, sondern halten an der Produktion in Taiwan fest.Ein weiterer Faktor ist, dass die zuletzt stark gesunkene Nachfrage für Elektronikprodukte auch dazu geführt hat, dass TSMC deutlich weniger Chips absetzt. Der taiwanische Chipproduzent hat deshalb begonnen, den Ausbau seiner Fertigungskapazitäten in Taiwan und anderen Ländern zu bremsen, um nicht zu riskieren, dass man die neuen Werke künftig nicht ausreichend auslasten kann. Hintergrund ist natürlich wie so oft der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine.
TSMC ist Auftragsfertiger und produziert als solcher die Chips von bekannten Marken wie Nvidia, AMD und Qualcomm. Außerdem ist man wichtigster Lieferant des US-Computerkonzerns Apple, der seine hochmodernen ARM-Chips in gigantischen Stückzahlen bei TSMC produzieren lässt.
Zusammenfassung
- TSMC entscheidet bis Sommer, ob Chipwerk in Deutschland gebaut wird.
- Zulieferer wollen erst investieren, wenn TSMC ausreichende Produktionszahlen erreicht.
- Nachfrage für Elektronikprodukte sinkt, TSMC bremst Expansion.
- TSMC versucht, Aufwand und Kosten für Lieferung von Anlagen und Materialien für Chipfertigung abzuschätzen.
- Zulieferer möchten Produktion in Taiwan beibehalten.
Siehe auch:
- TSMC-Gründer: Die Globalisierung im Chipsektor ist tot
- Intel: 3nm-Produktion bei TSMC auf Ende 2024 verschoben?
- Doch kein Bedarf: TSMC verschiebt wohl Pläne für deutsches Chipwerk
- Erstes TSMC-Chipwerk in Europa: Alle Zeichen deuten Richtung Dresden
- TSMC feiert Fertigung von 3nm-Chips - und kündigt 2nm-Fabrik an
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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