Chromebooks: Kurze Lebensdauer sorgt für 'Berge von Elektroschrott'
Die im Verlauf der Covid-19-Pandemie vor allem in den USA massenhaft eingesetzten günstigen Chromebooks sorgen offenbar dafür, dass neue "Berge von Elektroschrott" entstehen. Problematisch ist dabei ihre geringe Lebensdauer, wodurch nun Umweltprobleme und zusätzliche Kosten entstehen, so eine Untersuchung.
In einem neuen Bericht mit dem Titel Chromebook Churn fordert die US Public Interest Research Group (PIRG), dass Schulen und Schüler in langlebigere Hardware investieren sollen. Die PIRG verweist auf eine eigene Untersuchung, laut der viele Chromebooks nach nur drei Jahren bereits defekt sind, weil sie im Bildungsbereich große physische Belastungen aushalten müssen.
Gleichzeitig gibt es massive Probleme bei der Verfügbarkeit von Ersatzteilen und die Reparaturen sind zu teuer, heißt es weiter. Die PIRG versuchte zum Beispiel in 29 Fällen die Tastaturen von Chromebooks der Marke Acer zu tauschen, doch waren in fast der Hälfte der Fälle schlicht keine Ersatzteile zu bekommen. War Verfügbarkeit gegeben, lagen die Kosten meist bei rund 90 Dollar.
Gleichzeitig warnte die PIRG auch davor, beim Einkauf der Geräte darauf zu achten, dass die Markteinführung nicht zu lange zurückliegt. Google biete zwar acht Jahre Support, doch würden häufiger Geräte eingekauft, bei denen der Launch schon einige Jahre her ist. Dadurch könne die Zeit, bis die Geräte nicht mehr auf sichere Websites zugreifen können, schon deutlich früher ablaufen als erwartet.
Generell sei die stark verkürzte Software-Unterstützung durch Google als Anbieter des auf Chromebooks verwendeten Betriebssystems ChromeOS ein Problem, hieß es auch vom Reparaturspezialisten iFixit. Technisch brauchbare Geräte würden oft einfach entsorgt, weil kein Software-Support mehr verfügbar sei.
Bei Windows-PCs und Macs seien zwar die Anschaffungskosten höher, doch ließen sich diese Geräte oft leichter auch weiterverkaufen und würden über viele weitere Jahre mit Software versorgt werden können, hieß es in dem Bericht weiter. Google müsse daher den Software-Support für Chrome OS verlängern.
Google begründet die auf acht Jahre begrenzte Dauer der Software-Updates für Chromebooks damit, dass man im Abstand von nur einem Monat jeweils neue Aktualisierungen bei ChromeOS vornehme, um stets ein besseres Erlebnis zu bieten. Irgendwann würden aber die "Hardware-Grenzen" erreicht, sodass es dann schwierig sei, weiterhin Updates bereitzustellen.
Außerdem investiere man immer stärker in die Verwendung von recycelten oder recycelbaren Materialien für den Bau der Geräte und die Reduktion der bei der Fertigung entstehenden Emissionen. Die PIRG will nun erreichen, dass Google und seine Partner für widerstandsfähige und verlässliche Hardware sorgen, die von den Schülern über möglichst viele Jahre verwendet werden kann.
Gaming Chromebooks bei Saturn Neue Laptops von Acer, Asus und Lenovo
Siehe auch:
Gleichzeitig gibt es massive Probleme bei der Verfügbarkeit von Ersatzteilen und die Reparaturen sind zu teuer, heißt es weiter. Die PIRG versuchte zum Beispiel in 29 Fällen die Tastaturen von Chromebooks der Marke Acer zu tauschen, doch waren in fast der Hälfte der Fälle schlicht keine Ersatzteile zu bekommen. War Verfügbarkeit gegeben, lagen die Kosten meist bei rund 90 Dollar.
Teure Ersatzteile und kurzer Software-Support
Weil dies bei einigen Geräten fast der Hälfte des Einkaufspreises für das gesamte Chromebook entspricht, rechnet sich der Aufwand kaum. Die hohen Kosten sollten Schulen zu denken geben, wenn es um die günstige Ausstattung der Schüler mit Schul-Notebooks geht. Die Forschungsgruppe fordert daher, dass die Gerätehersteller rund 10 Prozent der Produktion von Teilen ihrer Chromebooks zu Reparaturzwecken vorhalten sollen.Gleichzeitig warnte die PIRG auch davor, beim Einkauf der Geräte darauf zu achten, dass die Markteinführung nicht zu lange zurückliegt. Google biete zwar acht Jahre Support, doch würden häufiger Geräte eingekauft, bei denen der Launch schon einige Jahre her ist. Dadurch könne die Zeit, bis die Geräte nicht mehr auf sichere Websites zugreifen können, schon deutlich früher ablaufen als erwartet.
Generell sei die stark verkürzte Software-Unterstützung durch Google als Anbieter des auf Chromebooks verwendeten Betriebssystems ChromeOS ein Problem, hieß es auch vom Reparaturspezialisten iFixit. Technisch brauchbare Geräte würden oft einfach entsorgt, weil kein Software-Support mehr verfügbar sei.
Bei Windows-PCs und Macs seien zwar die Anschaffungskosten höher, doch ließen sich diese Geräte oft leichter auch weiterverkaufen und würden über viele weitere Jahre mit Software versorgt werden können, hieß es in dem Bericht weiter. Google müsse daher den Software-Support für Chrome OS verlängern.
Google begründet die auf acht Jahre begrenzte Dauer der Software-Updates für Chromebooks damit, dass man im Abstand von nur einem Monat jeweils neue Aktualisierungen bei ChromeOS vornehme, um stets ein besseres Erlebnis zu bieten. Irgendwann würden aber die "Hardware-Grenzen" erreicht, sodass es dann schwierig sei, weiterhin Updates bereitzustellen.
Außerdem investiere man immer stärker in die Verwendung von recycelten oder recycelbaren Materialien für den Bau der Geräte und die Reduktion der bei der Fertigung entstehenden Emissionen. Die PIRG will nun erreichen, dass Google und seine Partner für widerstandsfähige und verlässliche Hardware sorgen, die von den Schülern über möglichst viele Jahre verwendet werden kann.
Gaming Chromebooks bei Saturn Neue Laptops von Acer, Asus und Lenovo
Zusammenfassung
- Chromebooks sorgen für "Berge von Elektroschrott"
- Geringe Lebensdauer und hohe Kosten für Reparaturen.
- PIRG fordert, in langlebigere Hardware zu investieren.
- Google begrenzt Software-Support auf 8 Jahre, PIRG will länger Unterstützung.
- Windows-PCs und Macs sind teurer, aber langlebiger.
- Schulen sollten in widerstandsfähige Hardware investieren.
Siehe auch:
- Die besten Cloud-Gamer: Günstige Chromebooks nur jetzt bei Saturn
- Google will mehr Chromebook-Nutzer: Microsoft-Dienste als Lockmittel
- Chromebook statt Gaming-PC: Hersteller setzen auf Spiele-Streaming
- Ryzen 5000 C-Serie: AMD verdoppelt Core-Zahlen in Chromebooks
- Kann Microsoft aufatmen? Chromebook-Nachfrage stark eingebrochen
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