Bis einer heult: Microsoft schaltet gegen Sony zum Gegenangriff
Seit mehr als einem Jahr versucht Microsoft, die Wettbewerbsbehörden von der Activision Blizzard-Übernahme zu überzeugen. Dabei ist auffällig, wie Sony versucht, den Deal zu torpedieren. Nun bläst Microsoft zum Gegenangriff und bekommt Unterstützung aus der US-Politik.
Denn der Redmonder Konzern hat Washington eingeschaltet und die Sache landet damit letztlich bei US-Präsident Joe Biden. Wie Axios berichtet, hat Microsoft mindestens elf Kongressmitglieder beider Parteien von seiner Sache überzeugen können. Dabei geht es aber nur indirekt um den Activision Blizzard-Deal, denn die US-Abgeordneten beklagen, dass Sony US-Unternehmen (lies: Microsoft) in seiner Heimat Japan blockiere.
In einem Brief an die Handelsbeauftragte Katherine Tai und Handelsministerin Gina Raimondo schreiben die US-Politiker: "Wir schreiben Ihnen heute, um Sie auf das Ungleichgewicht auf dem japanischen Videospielmarkt aufmerksam zu machen. Wir befürchten, dass dieses Ungleichgewicht das Ergebnis einer diskriminierenden Handelspraxis ist, die gegen den Geist des Digital Trade Agreement zwischen den USA und Japan verstoßen könnte."
Der Hintergrund dieses Gegenangriffs ist natürlich durchschaubar, denn eine echte Chance hatte Microsoft in Japan noch nie. Die Redmonder wollen damit zweifellos den Gegendruck auf Sony erhöhen und das könnte auf höchster politischer Ebene durchaus gelingen. Denn letztlich wird sich die US-Politik die Frage stellen müssen, ob man ein heimisches oder ausländisches Unternehmen bevorzugt - die Antwort ist hier nicht schwer vorauszusagen, daran wird wohl auch die jüngste "Big Tech"-kritische Haltung in Washington kaum etwas ändern.
Siehe auch:
Japan als zweiter Schauplatz
Die Geschäftspraktiken des PlayStation-Herstellers in seinem Heimatland Japan sollen US-Unternehmen daran hindern, auf dem dortigen Spielemarkt zu konkurrieren. Das wiederum bedeutet einen möglichen Verstoß gegen die Handelsabkommen zwischen den USA und Japan.In einem Brief an die Handelsbeauftragte Katherine Tai und Handelsministerin Gina Raimondo schreiben die US-Politiker: "Wir schreiben Ihnen heute, um Sie auf das Ungleichgewicht auf dem japanischen Videospielmarkt aufmerksam zu machen. Wir befürchten, dass dieses Ungleichgewicht das Ergebnis einer diskriminierenden Handelspraxis ist, die gegen den Geist des Digital Trade Agreement zwischen den USA und Japan verstoßen könnte."
Sony-Deals gegen Microsoft
Die Vorwürfe der Demokraten und Republikaner werfen Sony im Wesentlichen eine Blockadepolitik in Japan vor, das Unternehmen würde ständig Deals unterschreiben, die populäre japanische Spiele von Microsofts Xbox fernhalten sollen. Dabei genieße Sony quasi Narrenfreiheit in Bezug auf die japanische Regierung und muss im Prinzip keine Konsequenzen für sein Handeln befürchten, so der Vorwurf.Der Hintergrund dieses Gegenangriffs ist natürlich durchschaubar, denn eine echte Chance hatte Microsoft in Japan noch nie. Die Redmonder wollen damit zweifellos den Gegendruck auf Sony erhöhen und das könnte auf höchster politischer Ebene durchaus gelingen. Denn letztlich wird sich die US-Politik die Frage stellen müssen, ob man ein heimisches oder ausländisches Unternehmen bevorzugt - die Antwort ist hier nicht schwer vorauszusagen, daran wird wohl auch die jüngste "Big Tech"-kritische Haltung in Washington kaum etwas ändern.
Zusammenfassung
- Microsoft will Wettbewerbsbehörden von Activision-Übernahme überzeugen.
- Sony versucht, Deal zu torpedieren.
- Microsoft schaltet Washington ein und bekommt Unterstützung aus Politik.
- Blockadepolitik von Sony in Japan wird bemängelt.
- Microsoft will Gegendruck auf Sony erhöhen.
Siehe auch:
- Microsoft kommt der Activision-Übernahme einen Riesenschritt näher
- Klage von Gamern gegen Microsofts Activision-Übernahme abgewiesen
- EU-Zusage für Activision-Deal: Microsoft will auf Nummer sicher gehen
- Sony-Chef: "Wollen keinen Deal, nur Activision-Übernahme verhindern"
- EU gibt Quasi-OK: Microsoft ist Activision-Kauf gewaltigen Schritt näher
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