Feature-Abos fürs Auto werden immer beliebter - aber nicht bei Kunden
Früher kaufte man ein Auto und konnte dieses so nutzen, wie es ist. Das klingt nach einer trivialen Feststellung, doch heute ist das nicht mehr so. Denn längst haben moderne Fahrzeuge Features integriert, die gegen Gebühr freigeschaltet werden. Das kommt aber gar nicht gut an.
Solche Abonnements, die Leistung- oder Komfortfeatures freischalten, sind heutzutage längst keine Seltenheit mehr, immer mehr Hersteller setzen Funktionalitäten auf Abruf bzw. zum Abonnieren um. Die Autobauer verkaufen das als Service und meinen, dass schließlich keiner gezwungen ist, dafür zu bezahlen. Die Besitzer der jeweiligen Fahrzeuge sehen das aber anders und fühlen sich - salopp formuliert - verarscht.
So sehr die Autobauer solche "wiederkehrenden Umsätze" freuen, so sehr fühlen sich Kunden übers Ohr gehauen. Das bestätigt auch eine Studie des auf Fahrzeuge spezialisierten Marktforschungsunternehmens AutoPacific (via Ars Technica). Denn Autokäufer haben nur geringen Bedarf an solchen Abonnements.
Dabei war nicht einmal jeder Dritte zugeneigt, einige Funktionen kamen auf ein Interesse von gerade einmal zehn Prozent. Dabei war die Bereitschaft unter jenen, die an Elektroautos interessiert sind, solche Features zu buchen, etwas höher. Das Feature, das sich die meisten vorstellen können, ist Auto-WLAN, hier lag der Schnitt bei 30 Prozent.
"Ein Großteil dieser höheren Nachfrage kommt daher, dass sie mehr Zeit in ihrem Fahrzeug verbringen müssen, um es aufzuladen", erläutert Robby DeGraff, Analyst für Produkt- und Verbraucherforschung bei AutoPacific. Das längere Aufladen sei zwar grundsätzlich nicht ideal, aber man könne sich die Zeit gut an der Mittelkonsole vertreiben, so der Marktforscher.
Siehe auch:
So sehr die Autobauer solche "wiederkehrenden Umsätze" freuen, so sehr fühlen sich Kunden übers Ohr gehauen. Das bestätigt auch eine Studie des auf Fahrzeuge spezialisierten Marktforschungsunternehmens AutoPacific (via Ars Technica). Denn Autokäufer haben nur geringen Bedarf an solchen Abonnements.
Die wenigsten wollen bezahlen
AutoPacific wollte von den Befragten - genauer gesagt waren es an einem Autokauf interessierte Personen - wissen, ob und wie sehr sie an elf unterschiedlichen Features interessiert sind, die heutzutage als sogenannte "Connected Services" angeboten werden. Dazu zählen mobile Datenverbindung, Videospiele im Infotainment-Center, Smart-Home-Anbindung und einiges mehr.Dabei war nicht einmal jeder Dritte zugeneigt, einige Funktionen kamen auf ein Interesse von gerade einmal zehn Prozent. Dabei war die Bereitschaft unter jenen, die an Elektroautos interessiert sind, solche Features zu buchen, etwas höher. Das Feature, das sich die meisten vorstellen können, ist Auto-WLAN, hier lag der Schnitt bei 30 Prozent.
"Ein Großteil dieser höheren Nachfrage kommt daher, dass sie mehr Zeit in ihrem Fahrzeug verbringen müssen, um es aufzuladen", erläutert Robby DeGraff, Analyst für Produkt- und Verbraucherforschung bei AutoPacific. Das längere Aufladen sei zwar grundsätzlich nicht ideal, aber man könne sich die Zeit gut an der Mittelkonsole vertreiben, so der Marktforscher.
Zusammenfassung
- Autos haben mittlerweile Features, die gegen Gebühr freigeschaltet werden.
- Kunden fühlen sich übers Ohr gehauen, Nachfrage gering.
- Studie bestätigt: Nur wenige sind an solchen Features interessiert.
- WLAN ist das Feature mit der höchsten Nachfrage (30%).
- Grund ist mehr Zeit im/am Auto, um es aufzuladen.
- Autobauer müssen überlegen, wie sie Kunden für Abos begeistern.
Siehe auch:
- Lindner bringt Steuervergünstigung für E-Fuel-Autos ins Spiel
- Elektroautos: Deutsche Hersteller kommen beim Export doch noch voran
- Hyundai stellt sich gegen Touch in Autos, wird weiter Knöpfe verbauen
- IFO-Ökonom sieht Deindustrialisierung in der deutschen Autobranche
- Tesla Supercharger Version 4 startet: Doppelte Leistung für alle E-Autos
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