Reinfall statt Befreiungsschlag:
Google-KI Bard versemmelt Antwort
Google hat jüngst Alarmstufe Rot ausgerufen, Grund dafür sind die Erfolge mit dem KI-Bot ChatGPT. Der Suchmaschinenriese hat auch reagiert, doch offenbar war das Ganze ziemlich übereilt. Denn der vor Kurzem vorgestellte Chatbot Bard funktioniert noch nicht so, wie er sollte.
Google hat schnell auf Microsoft reagiert, doch mittlerweile kann man durchaus davon sprechen, dass es zu schnell war. Denn die Anfang dieser Woche vorgestellte ChatGPT-Alternative Bard wurde auch im Werbevideo (bzw. GIF) vorgestellt und sollte dort eigentlich Werbung für sich und Google machen. Doch das Ganze ging gründlich schief und führte dazu, dass der Kurs der Google-Mutter Alphabet abstürzte und innerhalb kürzester Zeit rund 100 Milliarden Dollar Börsenwert auslöschte.
Denn Bard gab schlichtweg eine falsche Antwort und das hatte für den Kurs des Suchmaschinenkonzerns schwerwiegende Folgen. Google wollte an sich zeigen, wie gut Bard funktioniert und erklärte zunächst in einem Tweet: "Bard ist ein experimenteller Konversations-KI-Dienst, der von LaMDA unterstützt wird. Er basiert auf unseren umfangreichen Sprachmodellen und nutzt Informationen aus dem Internet, um Neugier zu wecken und komplexe Themen zu vereinfachen."
Astronomen und andere aufmerksame Beobachter korrigierten diese Antwort allerdings umgehend, denn der erste Exoplanet, 2M1207b, wurde bereits 2004 vom Very Large Telescope (VLT) aufgenommen, wie auch die NASA auf ihrer Webseite schreibt. Bard hat hier eine Antwort genommen, die zwar durchaus stimmt, bei der der Teufel aber im Detail liegt. Denn Webb hat vor etwa einem Monat sehr wohl einen ersten Exoplaneten entdeckt, aber es war sein erster, nicht der erste überhaupt.
Das war ein vermeintlich kleiner, aber folgenschwerer Fehler, denn genau solche Details darf eine KI, die mit ChatGPT von OpenAI (und Microsoft) konkurrieren will, nicht machen, experimentell oder nicht. Die Märkte reagierten umgehend, denn der Alphabet-Kurs stürzte um neun Prozent ab.
Siehe auch:
Denn Bard gab schlichtweg eine falsche Antwort und das hatte für den Kurs des Suchmaschinenkonzerns schwerwiegende Folgen. Google wollte an sich zeigen, wie gut Bard funktioniert und erklärte zunächst in einem Tweet: "Bard ist ein experimenteller Konversations-KI-Dienst, der von LaMDA unterstützt wird. Er basiert auf unseren umfangreichen Sprachmodellen und nutzt Informationen aus dem Internet, um Neugier zu wecken und komplexe Themen zu vereinfachen."
Kleines, aber wichtiges Detail zu James Webb
Darunter lieferte man auch ein animiertes GIF, das ein Video zeigte, wie "gut" Bard arbeitet. Der Chatbot wurde Folgendes gefragt: "Welche neuen Entdeckungen des James-Webb-Weltraumteleskops kann ich meinem neunjährigen Kind erzählen?" Bard lieferte auch drei Antworten, eine davon lautete, dass das Teleskop "die allerersten Bilder eines Planeten außerhalb unseres eigenen Sonnensystems aufgenommen" hat.Astronomen und andere aufmerksame Beobachter korrigierten diese Antwort allerdings umgehend, denn der erste Exoplanet, 2M1207b, wurde bereits 2004 vom Very Large Telescope (VLT) aufgenommen, wie auch die NASA auf ihrer Webseite schreibt. Bard hat hier eine Antwort genommen, die zwar durchaus stimmt, bei der der Teufel aber im Detail liegt. Denn Webb hat vor etwa einem Monat sehr wohl einen ersten Exoplaneten entdeckt, aber es war sein erster, nicht der erste überhaupt.
Das war ein vermeintlich kleiner, aber folgenschwerer Fehler, denn genau solche Details darf eine KI, die mit ChatGPT von OpenAI (und Microsoft) konkurrieren will, nicht machen, experimentell oder nicht. Die Märkte reagierten umgehend, denn der Alphabet-Kurs stürzte um neun Prozent ab.
Zusammenfassung
- Google ruft Alarmstufe Rot aufgrund des Erfolgs von ChatGPT aus.
- Google reagiert schnell mit der Chatbot-Alternative Bard.
- Bard liefert falsche Antworten, Kurs von Alphabet stürzt ab.
- Bard sollte Werbung für Google machen, aber Fehler hat schwerwiegende Folgen.
- Bard wurde gefragt, welche Entdeckungen Webb-Teleskop macht.
Siehe auch:
- Google stellt ChatGPT-Alternative Bard vor: Suche mit KI-Unterstützung
- James-Webb-Teleskop findet ersten Exoplaneten und der ist besonders
- ChatGPT in Suchmaschine Bing: Microsoft bringt das nächste große Ding
- Bing mit ChatGPT: Suchmaschine mit KI-Integration war kurz online
- Start schon bald: Bing bekommt GPT-4 und nicht das aktuelle ChatGPT
Thema:
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