Grafikkarten: Verkaufszahlen fallen auf tiefstes Niveau seit ca. 20 Jahren
Die Nachfrage rund um Desktop-Grafikkarten hat erneut einen fast schon historischen Tiefststand erreicht. Gab es während der Hochzeiten der Coronavirus-Pandemie und des Krypto-Mining-Booms einen starken Preis- und Nachfrage-Anstieg, ging es jetzt umso steiler abwärts.
Laut den von Tom's Hardware zitierten Zahlen der Marktbeobachter von Jon Peddie Research (JPR) wurden zuletzt so wenige Grafikkarten verkauft, wie schon seit fast 20 Jahren nicht mehr. Die insgesamt rund 6,9 Millionen verkaufte Desktop-GPUs im dritten Quartal sind die geringste Gesamtzahl seit mindestens Herbst 2005, so das Unternehmen.
Desktop-GPUs: Verkaufszahlen in Millionen (Quelle: Jon Peddie Research)
Bedenkt man, dass es sich um einen Zeitraum von drei Monaten handelt und im dritten Quartal normalerweise ein deutlicher Anstieg der Verkaufszahlen hin zum im vierten Quartal folgenden Weihnachtsgeschäft stattfindet, ist der Rückgang extrem. Vor einem Jahr kam Nvidia noch auf mehr als 10 Millionen verkaufte Einheiten, während AMD rund 2,67 Millionen GPUs absetzen konnte.
Desktop-GPUs: Marktanteile (Quelle: Jon Peddie Research)
Hinter den auf den ersten Blick miesen Zahlen stecken allerdings einige Details, die die Angaben relativieren. So sind die neuen Grafikkarten der AMD Radeon RX 7000-Serie und der Nvidia GeForce RTX 40-Reihe erst seit November verfügbar, sodass die meisten Kunden im dritten Quartal noch auf deren Einführung warteten.
Die durch die in Folge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine stark gesunkene Nachfrage lässt sich aber nicht leugnen. Während der Gesamtmarkt inklusive integrierter und Mobil-GPUs im Jahresvergleich um 25 Prozent schrumpfte, gingen die Verkäufe von Desktop-GPUs sogar um mehr als 42 Prozent zurück.
Siehe auch:
AMD fällt weiter unter die 1-Million-Einheiten-Marke
Der Abwärtstrend betrifft alle Bereiche der Grafikchip-Branche, besonders aber den von Nvidia dominierten Desktop-Markt. Nvidia allein konnte im dritten Quartal 2022 nur noch rund 5,93 Millionen Desktop-Grafikkarten absetzen, während AMDs ohnehin schon auf nur noch rund 690.000 Einheiten kam. Intels neue Arc-GPUs sollen nur rund 28.000 Mal verkauft worden sein.
Desktop-GPUs: Verkaufszahlen in Millionen (Quelle: Jon Peddie Research)
Bedenkt man, dass es sich um einen Zeitraum von drei Monaten handelt und im dritten Quartal normalerweise ein deutlicher Anstieg der Verkaufszahlen hin zum im vierten Quartal folgenden Weihnachtsgeschäft stattfindet, ist der Rückgang extrem. Vor einem Jahr kam Nvidia noch auf mehr als 10 Millionen verkaufte Einheiten, während AMD rund 2,67 Millionen GPUs absetzen konnte.
Nvidias Marktanteil war im 3. Quartal 2022 so hoch wie noch nie
Unterdessen konnte Nvidia seinen Marktanteil zuletzt deutlich ausbauen, wenn es um den Markt für Desktop-Grafikkarten geht. Nvidia kam daher im dritten Quartal 2022 auf ganze 86 Prozent Anteil am Markt für PC-Grafikchips und verzeichnete somit den höchsten Marktanteil aller Zeiten. AMD stürzte auf nur noch rund 10 Prozent ab - den niedrigsten Stand seit mehreren Jahrzehnten. Intel kam mit seinen neuen GPUs auf immerhin vier Prozent.
Desktop-GPUs: Marktanteile (Quelle: Jon Peddie Research)
Hinter den auf den ersten Blick miesen Zahlen stecken allerdings einige Details, die die Angaben relativieren. So sind die neuen Grafikkarten der AMD Radeon RX 7000-Serie und der Nvidia GeForce RTX 40-Reihe erst seit November verfügbar, sodass die meisten Kunden im dritten Quartal noch auf deren Einführung warteten.
Die durch die in Folge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine stark gesunkene Nachfrage lässt sich aber nicht leugnen. Während der Gesamtmarkt inklusive integrierter und Mobil-GPUs im Jahresvergleich um 25 Prozent schrumpfte, gingen die Verkäufe von Desktop-GPUs sogar um mehr als 42 Prozent zurück.
Siehe auch:
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