Druck der EU wirkt: Apple öffnet iPhone & Co für alternative App-Stores
In Berlin sind es heute Nacht mindestens -7 °Celsius, in der Hölle ist es aber derzeit wohl deutlich kälter. Genauso wahrscheinlich wie das Zufrieren der Hölle ist das, was gestern Abend bekannt wurde: Apple öffnet iOS auf iPhone und iPad angeblich für die App-Stores von Drittanbietern.
Wie das US-Wirtschaftsportal Bloomberg unter Berufung auf Quellen aus dem direkten Umfeld von Apple berichtet, will der US-Computerkonzern im Vorfeld der Einführung entsprechender Richtlinien der EU im Jahr 2024 schon zuvor damit beginnen, die Verwendung von App-Stores von Dritten auf seinen iOS-Geräten zu ermöglichen.
Derzeit sollen die Software- und Services-Teams von Apple in großem Rahmen daran arbeiten, wichtige Elemente der verschiedenen Plattformen des Unternehmens zu öffnen. Als Teil dieser Maßnahmen, könnte es den Nutzern von iPads und iPhones künftig möglich sein, Apps über die Stores von Dritten herunterzuladen. Bei kostenpflichtigen Apps würde dann auch die "Apple-Steuer" in Form der 30-prozentigen Kommission für Apple bei allen Verkäufen entfallen.
Derzeit sei außerdem noch nicht entschieden, ob Apple auch die Abrechnung von In-App-Käufen und -Diensten über externe Zahlungsdienste zulassen wird. Zwar enthält der Digital Markets Act entsprechende Vorgaben der EU, doch noch sei deren Umsetzung nicht definitiv vorgesehen, so der Bericht. Ebenfalls angedacht ist auch, dass man die Vorgabe, dass alle Browser unter iOS immer die Apple-eigene WebKit-Engine nutzen müssen, ebenfalls streichen will.
Bisher gibt es allerdings keine Pläne, einige andere Vorgaben der EU zu erfüllen. So will Apple zwar zunehmend Kern-Features von iOS für externe Entwickler öffnen, beim Messaging hört der Spaß aber anscheinend auf. Weder sei derzeit entschieden, ob iMessage für die Kommunikation mit anderen Messengern geöffnet wird, noch ist angedacht, die Rich Communications Services (RCS) zu unterstützen.
All die von Apple derzeit geplanten Änderungen, mit denen hochrangige Mitglieder des Management-Teams beauftragt wurden, gehen auf den Druck der Europäischen Union zurück. Die EU hatte mit dem Digital Markets Act auf zahlreiche Beschwerden von Drittanbietern reagiert, die Apple seit vielen Jahren vorwerfen, den Wettbewerb mit seinen restriktiven Vorgaben für die Art, wie die Anwender unter iOS auf Apps und Dienste zugreifen, massiv zu behindern. Siehe auch:
Apples goldener Käfig bröckelt
Damit würde Apple einen Schritt machen, auf den viele Konkurrenten schon seit Jahren drängen. Außerdem gibt es in Europa, den USA und anderen Regionen ebenfalls seit Jahren wachsenden Druck, dass Apple seinen "goldenen Käfig" öffnet, den man mit dem hauseigenen App-Store seit jeher gegen alle Angriffe verteidigt hat.Derzeit sollen die Software- und Services-Teams von Apple in großem Rahmen daran arbeiten, wichtige Elemente der verschiedenen Plattformen des Unternehmens zu öffnen. Als Teil dieser Maßnahmen, könnte es den Nutzern von iPads und iPhones künftig möglich sein, Apps über die Stores von Dritten herunterzuladen. Bei kostenpflichtigen Apps würde dann auch die "Apple-Steuer" in Form der 30-prozentigen Kommission für Apple bei allen Verkäufen entfallen.
Der Digital Markets Act der EU macht es möglich
Die Öffnung für Drittanbieter-Stores soll wohl zunächst nur in Europa erfolgen, schließlich müssen die Betriebssystem-Anbieter ab spätestens 2024 dafür sorgen, dass die Installation von Apps aus Drittquellen möglich sein muss. Obendrein setzt das neue "Gesetz über digitale Dienste und Märkte" (Digital Markets Act) der EU voraus, dass die Messaging-Dienste der verschiedenen Anbieter miteinander vernetzt werden und externe Entwickler gleichberechtigten Zugriff auf Kern-Funktionen von Apps und Diensten erhalten.Öffnung soll mit Einführung von iOS 17 erfolgen, aber ...
Dem Bericht von Bloomberg zufolge möchte man die für die Öffnung von iOS für Drittanbieter-Stores nötigen Änderungen mit iOS 17 einführen. Um einen Schutz vor Schadsoftware und unsicheren Apps zu gewährleisten, könnte Apple trotz der Öffnung eine Sicherheitsprüfung der Anwendungen voraussetzen - und dafür Geld verlangen, heißt es.Derzeit sei außerdem noch nicht entschieden, ob Apple auch die Abrechnung von In-App-Käufen und -Diensten über externe Zahlungsdienste zulassen wird. Zwar enthält der Digital Markets Act entsprechende Vorgaben der EU, doch noch sei deren Umsetzung nicht definitiv vorgesehen, so der Bericht. Ebenfalls angedacht ist auch, dass man die Vorgabe, dass alle Browser unter iOS immer die Apple-eigene WebKit-Engine nutzen müssen, ebenfalls streichen will.
Bisher gibt es allerdings keine Pläne, einige andere Vorgaben der EU zu erfüllen. So will Apple zwar zunehmend Kern-Features von iOS für externe Entwickler öffnen, beim Messaging hört der Spaß aber anscheinend auf. Weder sei derzeit entschieden, ob iMessage für die Kommunikation mit anderen Messengern geöffnet wird, noch ist angedacht, die Rich Communications Services (RCS) zu unterstützen.
All die von Apple derzeit geplanten Änderungen, mit denen hochrangige Mitglieder des Management-Teams beauftragt wurden, gehen auf den Druck der Europäischen Union zurück. Die EU hatte mit dem Digital Markets Act auf zahlreiche Beschwerden von Drittanbietern reagiert, die Apple seit vielen Jahren vorwerfen, den Wettbewerb mit seinen restriktiven Vorgaben für die Art, wie die Anwender unter iOS auf Apps und Dienste zugreifen, massiv zu behindern. Siehe auch:
- Mann vor Apple Store überfallen: iPhones für fast 100.000 Dollar geklaut
- Elon Musk: Apple hat gedroht, Twitter aus dem App Store zu werfen
- Schwerer Unfall: SUV fährt in Apple-Store in der Nähe von Boston
- Apple schmeißt VK-Apps aus dem Store, Russland verlangt Antworten
- 13 Mio. Mal installiert: Dreiste Adware auf Google Play und Apple Store
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Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
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