Apple erlaubt In-App-Zahlungen über Drittanbieter, aber nur in Russland
Apple hat in Russland einen Schritt gemacht, den der Konzern ansonsten weltweit unter allen Umständen vermeiden will. Seit Kurzem erlaubt der US-Konzern dort In-App-Käufe über Zahlsysteme von Dritten. Grund ist natürlich der Krieg in der Ukraine.
Böse Zungen könnten nun behaupten, dass es einen Krieg und die damit verbundenen internationalen Sanktionen braucht, bevor Apple In-App-Zahlungen über Drittanbieter zulässt. Tatsächlich hat der US-Computerkonzern aber auch dort Millionen Kunden, die sich vor Kriegsbeginn etwa ein iPhone zugelegt haben.
Mit der jetzt erfolgten Einführung des sogenannten StoreKit External Purchase Link Entitlement ändert sich dies. Laut den Kollegen von Mobiltelefon.ru können russische App-Anbieter damit in ihren Apps die Möglichkeit nutzen, auf externe Zahlsysteme zu verlinken, um In-App-Payments in Apps aus dem Apple App Store zu ermöglichen.
Letztlich hat sich Apple offenbar nicht ganz freiwillig entschieden, die jetzt eingeführte Lösung anzubieten. So lief laut dem Bericht aus Russland schon seit 2021 ein Verfahren, in dem es um die am Beschränkung von In-App-Zahlungen auf Apple Pay ging.
Das Gericht hatte jüngst entschieden, dass Apple eine Geldstrafe in Höhe von 1,17 Milliarden Rubel zahlen muss, was umgerechnet gut 11,3 Millionen Euro entspricht. Wann und ob Apple diese Zahlung leistet, ist offen, da das Unternehmen keine aktive Niederlassung in Russland hat, die man dort zur Verantwortung ziehen könnte. Abgesehen von Russland gibt es abgesehen von Südkorea und den Niederlanden (nur Dating-Apps) keine anderen Länder, in denen Apple Zahlungen über Drittanbieter bei Apps aus dem Store erlaubt.
Siehe auch:
Russische Entwickler können externe Payments nutzen
Apple erlaubt seit einigen Tagen die Zahlung von Käufen in Apps aus seinem App-Store über die Zahlungssysteme von Drittanbietern. Dies gilt aber nur für Russland, weil dort Zahlungen über den offiziellen Weg und damit über Apple aufgrund des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine nicht mehr möglich sind.Böse Zungen könnten nun behaupten, dass es einen Krieg und die damit verbundenen internationalen Sanktionen braucht, bevor Apple In-App-Zahlungen über Drittanbieter zulässt. Tatsächlich hat der US-Computerkonzern aber auch dort Millionen Kunden, die sich vor Kriegsbeginn etwa ein iPhone zugelegt haben.
Seit Kriegsbeginn kein Apple Pay mehr in Russland
Für sie gab es zuletzt kaum noch die Möglichkeit, Zahlungen für Abonnements oder andere In-App-Käufe mehr zu leisten, weil abgesehen vom chinesischen UnionPay keine internationalen Zahlsysteme mehr in Russland nutzbar sind. Auch Apple Pay ist seitdem nicht mehr für russische Besitzer von iPhone, iPad und Macs verfügbar.Mit der jetzt erfolgten Einführung des sogenannten StoreKit External Purchase Link Entitlement ändert sich dies. Laut den Kollegen von Mobiltelefon.ru können russische App-Anbieter damit in ihren Apps die Möglichkeit nutzen, auf externe Zahlsysteme zu verlinken, um In-App-Payments in Apps aus dem Apple App Store zu ermöglichen.
Ausnahme gilt nur in Russland für russische App-Anbieter
Dafür müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt werden. So müssen die App-Anbieter nachweisen, dass sie ihren Hauptsitz in Russland haben. Außerdem darf die jeweilige App ausschließlich in Russland über den App-Store verfügbar sein. Apple streicht nach wie vor übrigens auch weiterhin fast 30 Prozent Kommission ein, verdient also auch bei den Zahlungen über externe Anbieter kräftig mit.Letztlich hat sich Apple offenbar nicht ganz freiwillig entschieden, die jetzt eingeführte Lösung anzubieten. So lief laut dem Bericht aus Russland schon seit 2021 ein Verfahren, in dem es um die am Beschränkung von In-App-Zahlungen auf Apple Pay ging.
Das Gericht hatte jüngst entschieden, dass Apple eine Geldstrafe in Höhe von 1,17 Milliarden Rubel zahlen muss, was umgerechnet gut 11,3 Millionen Euro entspricht. Wann und ob Apple diese Zahlung leistet, ist offen, da das Unternehmen keine aktive Niederlassung in Russland hat, die man dort zur Verantwortung ziehen könnte. Abgesehen von Russland gibt es abgesehen von Südkorea und den Niederlanden (nur Dating-Apps) keine anderen Länder, in denen Apple Zahlungen über Drittanbieter bei Apps aus dem Store erlaubt.
Zusammenfassung
- Apple erlaubt In-App-Käufe über Drittanbieter-Zahlsysteme in Russland
- Änderung aufgrund Krieges und internationalen Sanktionen
- Russische Kunden konnten kaum noch Zahlungen für In-App-Käufe leisten
- App-Anbieter müssen ihren Hauptsitz in Russland haben
- Apple erhält weiterhin fast 30% Kommission von den Zahlungen
- Gerichtsverfahren seit 2021, Apple muss 11,3 Mio. Euro Strafe zahlen.
Siehe auch:
- Elon Musk will erreichen, dass Apple für X die Store-Steuer senkt
- Schön gerechnet: App Store von Apple knackt 1 Billion Euro Umsatz
- Druck der EU wirkt: Apple öffnet iPhone & Co für alternative App-Stores
- Elon Musk: Apple hat gedroht, Twitter aus dem App Store zu werfen
- Apple schmeißt VK-Apps aus dem Store, Russland verlangt Antworten
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