Microsoft-Kauf von Activision Blizzard:
EU genehmigt Deal (noch) nicht
Die Activision Blizzard-Übernahme durch Microsoft muss vor dem Abschluss des Geschäfts regulatorische Hürden nehmen, eine der wichtigsten führt über die Kartellwächter der EU. Und diese haben den Deal nicht in erster Instanz durchgewunken - überraschend ist das nicht.
Microsoft hat Anfang des Jahres angekündigt, Activision Blizzard übernehmen zu wollen. Ob das auch tatsächlich passiert, ist eine andere Frage, denn das Geschäft muss von mehreren Wettbewerbsbehörden freigegeben werden. Und die EU dürfte das Geschäft nicht ohne Auflagen bzw. tiefgehende Untersuchungen durchwinken.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person berichtet, hat Microsoft die Bedenken der europäischen Kartellwächter nicht zerstreuen können. Laut Informationen von Politico wird die EU-Kommission deshalb eine gründliche Untersuchung des Deals in die Wege leiten.
Offiziell ist das bisher aber noch nicht, da die Frist der EU bis zum 8. November 2022 läuft, erst danach kann eine etwaige Phase 2 formell in die Wege geleitet werden. Die europäischen Kartellwächter wollen u. a. sicherstellen, dass Spieler von Konkurrenzsystemen nicht den Zugang zu Call of Duty verlieren - die zuletzt immer wieder geäußerten öffentlichen Microsoft-Zusagen scheinen die EU nicht zu beeindrucken.
Microsoft teilte wenig überraschend mit, dass man "weiterhin mit der Europäischen Kommission an den nächsten Schritten arbeiten und alle berechtigten Bedenken des Marktes ausräumen" werde. Außerdem wiederholte der Redmonder Konzern, dass Call of Duty künftig "am selben Tag für Xbox und PlayStation erhältlich" sein wird.
Siehe auch:
Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person berichtet, hat Microsoft die Bedenken der europäischen Kartellwächter nicht zerstreuen können. Laut Informationen von Politico wird die EU-Kommission deshalb eine gründliche Untersuchung des Deals in die Wege leiten.
Offiziell ist das bisher aber noch nicht, da die Frist der EU bis zum 8. November 2022 läuft, erst danach kann eine etwaige Phase 2 formell in die Wege geleitet werden. Die europäischen Kartellwächter wollen u. a. sicherstellen, dass Spieler von Konkurrenzsystemen nicht den Zugang zu Call of Duty verlieren - die zuletzt immer wieder geäußerten öffentlichen Microsoft-Zusagen scheinen die EU nicht zu beeindrucken.
EU gegen Big Tech
Eine Überraschung ist das allerdings nicht. Denn die EU hat in den vergangenen Monaten und Jahren eine besonders kritische Haltung gegenüber großen US-Tech-Konzernen an den Tag gelegt und auch immer wieder hohe Strafen für Verstöße ausgesprochen. Es ist deshalb nicht zu erwarten gewesen, dass man der Übernahme von Activision Blizzard ohne jeden Einwand zustimmt.Microsoft teilte wenig überraschend mit, dass man "weiterhin mit der Europäischen Kommission an den nächsten Schritten arbeiten und alle berechtigten Bedenken des Marktes ausräumen" werde. Außerdem wiederholte der Redmonder Konzern, dass Call of Duty künftig "am selben Tag für Xbox und PlayStation erhältlich" sein wird.
Siehe auch:
- Microsoft antwortet scharf auf UK-Bedenken zu Activision-Übernahme
- "Gut für Konsumenten": Brasilien genehmigt Activision-Übernahme
- EU entscheidet bald über Microsoft-Übernahme von Activision Blizzard
- Behörden bei Microsoft-Übernahme von Activision voll auf der Bremse
- Activision Blizzard: Microsoft verrät, welche Spiele der Game Pass erhält
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