Behörden bei Microsoft-Übernahme von Activision voll auf der Bremse
Allein die Größe des Geschäfts macht Regierungsbehörden nervös, die Folgen für die Spielebranche werden von der Konkurrenz wie Sony heraufbeschworen. Jetzt muss Microsoft hinnehmen, dass die EU und UK bei der Übernahme von Activision erst mal voll bremsen.
Die Konsequenz: Die Übernahme von Activision durch Microsoft tritt in UK in die deutlich erweiterte Phase 2-Untersuchung ein. Eine Einleitung der entsprechenden Prozesse soll noch in dieser Woche beginnen, da Microsoft bisher nicht angedeutet hat, die von der Behörde geforderten Abhilfen in Bezug auf Bedenken vorlegen zu wollen. Wie Ars Technica schreibt, hält sich der US-Konzern wohl auch deshalb vorerst zurück, da man intern nicht davon ausgeht, dass die Aufsichtsbehörde zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt irgendwelche Verpflichtungen akzeptieren würde. Ähnlich sieht es auch ein Fachanwalt, für Microsoft sei es "fast unmöglich" den Prozess in UK zu stoppen.
Die wichtigste Geldquelle bei Activision Blizzard: In-Game-Angebote
Für Microsoft wird es mit dem aktuell anvisierten Übernahmetermin im Sommer 2023 damit immer knapper. Man darf gespannt sein, wie die Untersuchungen in UK und der EU verlaufen und welche Verpflichtungen Microsoft auferlegt werden, wenn man die Übernahme erlaubt.
Siehe auch:
In UK läuten die Alarmglocken der Marktaufsicht
Microsoft hat sich wohl auf eine sehr lange Phase der Überprüfungen eingestellt und hat offen bar auch kein überbordendes Interesse, im Austausch mit Behörden den kürzesten Weg zu nehmen. Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (Competition and Markets Authority, kurz CMA) hatte als erste Behörde ihrer Art weltweit wegen des Geschäfts in der letzten Woche Alarm geschlagen. Microsoft solle innerhalb von fünf Tagen eigenständig Verpflichtungen eingehen, die die Bedenken ausräumen. Dem ist der Konzern nicht nachgekommen. Infografik Activision, LinkedIn & Co.: Microsofts Milliarden-Dollar-Geschäfte
Die Konsequenz: Die Übernahme von Activision durch Microsoft tritt in UK in die deutlich erweiterte Phase 2-Untersuchung ein. Eine Einleitung der entsprechenden Prozesse soll noch in dieser Woche beginnen, da Microsoft bisher nicht angedeutet hat, die von der Behörde geforderten Abhilfen in Bezug auf Bedenken vorlegen zu wollen. Wie Ars Technica schreibt, hält sich der US-Konzern wohl auch deshalb vorerst zurück, da man intern nicht davon ausgeht, dass die Aufsichtsbehörde zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt irgendwelche Verpflichtungen akzeptieren würde. Ähnlich sieht es auch ein Fachanwalt, für Microsoft sei es "fast unmöglich" den Prozess in UK zu stoppen.
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Auch die EU will ganz genau hinschauen
Mit der EU ist Microsoft seit der Ankündigung des Geschäfts vor rund 8 Monaten im Gespräch, dies wird auch als "Voranmeldungsphase" bezeichnet, in der Regulierungsbehörden ihre Erwartungen an die Konzerne skizzieren und den Untersuchungsumfang andeuten. Aktuell wird in Brüssel damit gerechnet, dass Microsoft in den kommenden Wochen offiziell sein Anliegen einreicht. Eines ist dabei aus den Vorgesprächen unmissverständlich klar geworden, war aber auch so zu erwarten: Auch die EU will sich für die Untersuchung sehr viel Zeit nehmen, um dem Umfang des Geschäfts und Bedenken der Konkurrenz Rechnung tragen zu können.Für Microsoft wird es mit dem aktuell anvisierten Übernahmetermin im Sommer 2023 damit immer knapper. Man darf gespannt sein, wie die Untersuchungen in UK und der EU verlaufen und welche Verpflichtungen Microsoft auferlegt werden, wenn man die Übernahme erlaubt.
Siehe auch:
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