Energiekrise und Inflation: Netzbetreiber wollen Geld von Google & Co.
Die europäischen Netzbetreiber haben ihren bisher stärksten Vorstoß gestartet, um die großen Dienste-Anbieter zu einer Beteiligung an den Infrastruktur-Kosten zu bekommen. Sie verweisen dabei auch auf die Energiekrise und die EU-Klimaziele.
"Die Kosten für Planungs- und Bauarbeiten steigen. Die Preise für Glasfaserkabel haben sich zum Beispiel im ersten Halbjahr 2022 fast verdoppelt. Auch die Anstiege der Energiepreise und der Kosten für andere Betriebsmittel wirken sich auf den Sektor aus", erklärten die europäischen Netzbetreiber in einer gemeinsamen Stellungnahme, die insbesondere als Lobbyarbeit gegenüber der EU-Kommission zu sehen ist.
Denn in Brüssel holt man sich derzeit Stellungnahmen der verschiedenen Seiten ein und prüft, ob eine Kostenbeteiligung der Diensteanbieter an der Infrastruktur nicht gesetzlich geregelt werden kann und sollte, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Die Infrastruktur-Betreiber bemängeln schon länger, dass sie hohe Investitionskosten für die Infrastruktur stemmen müssen, die dann von Unternehmen wie Google und Facebook zu sehr geringen Kosten genutzt wird, um gigantische Gewinne zu generieren.
Diese allerdings argumentieren ihrerseits, dass die ebenfalls viel Geld in Equipment und Technologien investieren, um die Inhalte und Dienste effizienter bereitzustellen. Trotzdem gibt es hier aus Sicht der Netzbetreiber ein nennenswertes Ungleichgewicht. Denn allein Google, Meta und Netflix würden über die Hälfte des Traffics verursachen, der über die Datennetze läuft.
Unterzeichnet wurde die gemeinsame Erklärung von Deutscher Telekom, Orange, Telefonica, Vodafone, Bouygues Telecom, KPN, BT Group, TIM Group, Telia Company, Fastweb und Altice Portugal.
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Denn in Brüssel holt man sich derzeit Stellungnahmen der verschiedenen Seiten ein und prüft, ob eine Kostenbeteiligung der Diensteanbieter an der Infrastruktur nicht gesetzlich geregelt werden kann und sollte, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Die Infrastruktur-Betreiber bemängeln schon länger, dass sie hohe Investitionskosten für die Infrastruktur stemmen müssen, die dann von Unternehmen wie Google und Facebook zu sehr geringen Kosten genutzt wird, um gigantische Gewinne zu generieren.
Drei verursachen massiv Traffic
Rund 50 Milliarden Euro würden von den Netzbetreibern, die sich an der gemeinsamen Erklärung beteiligten, aktuell pro Jahr in den Ausbau der Daten-Infrastruktur in Europa investiert. "Europa hat viele der Chancen verpasst, die das Internet den Verbrauchern bietet. Es muss sich jetzt rasch für das Zeitalter der Metaversen rüsten", heiß es. "Damit dies geschieht und auf Dauer tragfähig ist, sind wir der Meinung, dass die größten Verkehrserzeuger einen fairen Beitrag zu den beträchtlichen Kosten leisten sollten, die sie den europäischen Netzen derzeit aufbürden."Diese allerdings argumentieren ihrerseits, dass die ebenfalls viel Geld in Equipment und Technologien investieren, um die Inhalte und Dienste effizienter bereitzustellen. Trotzdem gibt es hier aus Sicht der Netzbetreiber ein nennenswertes Ungleichgewicht. Denn allein Google, Meta und Netflix würden über die Hälfte des Traffics verursachen, der über die Datennetze läuft.
Unterzeichnet wurde die gemeinsame Erklärung von Deutscher Telekom, Orange, Telefonica, Vodafone, Bouygues Telecom, KPN, BT Group, TIM Group, Telia Company, Fastweb und Altice Portugal.
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