Netz an Schulen fast immer so schlecht, dass "digital" nicht stattfindet
Digitale Mündigkeit ist wohl einer der wichtigsten Skills für den Alltag zwischen Arbeitswelt und Privatleben im Netz. Die Schule wäre ein wichtiger Ort der Entwicklung, doch wegen chronisch schlechten Anschlüssen krankt die Digitalbildung hierzulande nur so vor sich hin.
Telekom/Techconsult sehen weiter große Probleme
Wie der Research- und Analyse-Dienst Techconsult (via Golem) in einer Befragung ermittelt hat, die von der Deutschen Telekom veröffentlicht wurde, verfügen demnach aktuell nur 23 Prozent der deutschen Schulen über einen Glasfaseranschluss. Aber auch da, wo mehr Datenrate anliegt, heißt das nicht gleich, dass diese auch bei den Schülern und Lehrern ankommt. 43 Prozent der Schulen geben an, dass das WLAN nicht in allen Schulräumen nutzbar ist - auf Schulhöfen oder in Lernbereichen im Freien fällt dieser Wert auf 28 Prozent.
Infografik Breitbandausbau: Das Glasfaserpotential wird nicht ausgeschöpft
Bleibt ein Blick auf positive Entwicklungen, die durch Corona in für das Bildungssystem schwindelerregendem Tempo erreicht werden konnten. 75 Prozent haben Online-Lernplattformen sowie Web- und Video-Konferenz-Tools im Einsatz, immerhin die Hälfte setzt auf Apps zur Organisation des Schulalltags. Etwas schwerer fällt deutschen Schulen die Etablierung von Filesharing-Lösungen für Dokumente, die stehen in 40 Prozent der Schulen bereit.
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Auch mit dem Pakt zur Digitalisierung der Schulen packt Deutschland es nicht
Die Digitalisierung von Schulen ist in Deutschland ein politisch aufgeheiztes Thema, nach Jahren des Ringens mit den Ländern wurde 2018 beschlossen: Der Bund darf Milliaden in die Schulen stecken, um diese für die Zukunft fit zu machen. Eine neue Erhebung zeigt: Vier Jahre später ist die Lage immer noch ernüchternd. Das ganz prinzipielle Problem: Die Datenrate reicht in fast 80 Prozent der deutschen Schulen nicht aus, um digitale Bildungs-Projekte überhaupt effektiv durchführen zu können.
Telekom/Techconsult sehen weiter große Probleme
Wie der Research- und Analyse-Dienst Techconsult (via Golem) in einer Befragung ermittelt hat, die von der Deutschen Telekom veröffentlicht wurde, verfügen demnach aktuell nur 23 Prozent der deutschen Schulen über einen Glasfaseranschluss. Aber auch da, wo mehr Datenrate anliegt, heißt das nicht gleich, dass diese auch bei den Schülern und Lehrern ankommt. 43 Prozent der Schulen geben an, dass das WLAN nicht in allen Schulräumen nutzbar ist - auf Schulhöfen oder in Lernbereichen im Freien fällt dieser Wert auf 28 Prozent.
Infografik Breitbandausbau: Das Glasfaserpotential wird nicht ausgeschöpft
Corona erzwingt Digitalisierungs-Schritte
Auch den Lehrkräften muss man nach dieser Befragung weiter eine Teilschuld zuschieben. In der Erhebung findet man für diese Tatsache eine vorsichtige Formulierung. 60 Prozent der Schulen beschäftigen demnach "Fachkräfte, die im Umgang mit digitalen Tools und Plattformen noch nicht angemessen geschult sind". Hier fehlt auch der Rückenwind aus der Bildungspolitik. 72 Prozent der Schulen geben an, dass Lehrpläne und -materialien dem Anspruch auf digitale Bildung hinterherhinken.Bleibt ein Blick auf positive Entwicklungen, die durch Corona in für das Bildungssystem schwindelerregendem Tempo erreicht werden konnten. 75 Prozent haben Online-Lernplattformen sowie Web- und Video-Konferenz-Tools im Einsatz, immerhin die Hälfte setzt auf Apps zur Organisation des Schulalltags. Etwas schwerer fällt deutschen Schulen die Etablierung von Filesharing-Lösungen für Dokumente, die stehen in 40 Prozent der Schulen bereit.
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