Massiver Covid-Ausbruch in Nordkorea:
"Ausländische Objekte" schuld
Offiziell existierte Corona in Nordkorea bisher nicht, nach Angaben des Regimes kam man viele Monate lang ohne einen Fall durch die Pandemie. Doch vor kurzem konnte selbst Nordkorea nicht mehr leugnen, dass Covid-19 im Land ist. Doch man hat einen interessanten "Schuldigen".
Nordkoreas Steinzeit-Kommunismus und Abschottungsstrategie machen es alles andere als einfach, zu erfahren, was in dem 26-Millionen-Menschen-Land tatsächlich vor sich geht. Bisher gab das Regime an, dass Corona in Nordkorea nicht existiere. Diese Behauptung lässt sich nicht gut überprüfen, wahrscheinlich ist das allerdings nicht.
Seit Ende April wütet Corona aber auch in Nordkorea und das Ausmaß ist mit fast fünf Millionen Fällen so groß, dass nicht einmal mehr die mächtige Zensur-Maschinerie das verschweigen konnte. Das bedeutet aber nicht, dass nun eine neue Offenheit einkehrt, im Gegenteil. Die nordkoreanische Propaganda nutzt die Krankheit, um mit dem Finger auf den kapitalistischen Bruder im Süden zu zeigen.
Denn die staatliche Nachrichtenagentur KCNA hat nun einen Report veröffentlicht (via Ars Technica), der behauptet, dass man ganz genau identifizieren kann, wie das Virus ins Land kam. Demnach habe ein 18-jähriger Soldat und ein fünfjähriges Kindergartenkind im Südosten nahe der Grenze Kontakt mit "fremden Dingen auf einem Hügel" gehabt.
Dabei sollte man sich nicht von der Wortwahl des englischen Textes verwirren lassen. Denn KCNA spricht von "Alien-Dingen", gemeint sind hier aber sicherlich ausländische und nicht außerirdische Objekte. Worauf genau man hier anspielt, ist aber nicht bekannt. Denn mit Details geht KCNA sparsam um, es geht wie üblich darum, die Schuld vom Regime auf den Nachbarn im Süden zu lenken.
Siehe auch:
Seit Ende April wütet Corona aber auch in Nordkorea und das Ausmaß ist mit fast fünf Millionen Fällen so groß, dass nicht einmal mehr die mächtige Zensur-Maschinerie das verschweigen konnte. Das bedeutet aber nicht, dass nun eine neue Offenheit einkehrt, im Gegenteil. Die nordkoreanische Propaganda nutzt die Krankheit, um mit dem Finger auf den kapitalistischen Bruder im Süden zu zeigen.
Denn die staatliche Nachrichtenagentur KCNA hat nun einen Report veröffentlicht (via Ars Technica), der behauptet, dass man ganz genau identifizieren kann, wie das Virus ins Land kam. Demnach habe ein 18-jähriger Soldat und ein fünfjähriges Kindergartenkind im Südosten nahe der Grenze Kontakt mit "fremden Dingen auf einem Hügel" gehabt.
Dabei sollte man sich nicht von der Wortwahl des englischen Textes verwirren lassen. Denn KCNA spricht von "Alien-Dingen", gemeint sind hier aber sicherlich ausländische und nicht außerirdische Objekte. Worauf genau man hier anspielt, ist aber nicht bekannt. Denn mit Details geht KCNA sparsam um, es geht wie üblich darum, die Schuld vom Regime auf den Nachbarn im Süden zu lenken.
Propaganda-Ballons als Überträger?
Es ist denkbar, dass die nordkoreanische Propaganda hier auf frühere Aktionen südkoreanischer Aktivisten anspielt. Denn nordkoreanische Überläufer haben in der Vergangenheit immer wieder Ballons mit anti-nordkoreanischen Flugblättern über die Grenze geschickt. Diese könnten der Soldat und das Kind angefasst und sich so infiziert haben, so jedenfalls KCNA. Zwar ist es theoretisch möglich, sich per Berührung einer infizierten Oberfläche anzustecken, die Wahrscheinlichkeit dazu liegt aber bei nur etwa 1:10.000.Siehe auch:
- Krypto-Crash kostet Nordkorea viele (gestohlene) Millionen Dollar
- Hat Nordkorea geholfen: Ethereum-Entwickler muss in den Knast
- Nordkorea: Geklaute Kryptowerte finanzieren Raketen-Forschung
- Nordkoreanische Hacker nutzen Windows Update und GitHub für Angriff
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Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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