Alternative Browser auf iOS:
EU könnte Apples Blockade bald brechen
Apple dürfte konkurrierenden Browser-Engines bald nicht mehr den Weg auf seine iOS-Plattform versperren dürfen. Neue gesetzliche Regelungen auf EU-Ebene sollen der bisherigen Blockade seitens des Konzerns einen Riegel vorschieben.
Es ist nicht so, dass Apple keine alternativen Browser auf iOS-Geräten zulassen würde. Im App Store sind diverse entsprechende Angebote zu finden. Allerdings unterscheiden diese sich nur im Feature-Umfang und in der Gestaltung der Benutzeroberfläche von Apples Safari. Die eigentliche Browser-Engine ist stets dieselbe, hier lässt Apple keine Konkurrenzprodukte zu.
Das könnte sich aber bald ändern. Wie das britische Magazin The Register berichtet, ziele ein Änderungsantrag für den bisherigen Entwurf des Digital Markets Act (DMA) auf eine entsprechende Maßnahme ab. Das neue Gesetz wird aktuell in Brüssel erarbeitet, um die teils übermächtige Rolle der großen Plattform-Betreiber im Internet- und Tech-Bereich einzudämmen.
Hier solle der Gesetzgeber eingreifen und eine stärkere Offenheit der Plattformen erzwingen. Das dürfte letztlich auch dafür sorgen, dass der Wettbewerb auf Plattformen wie iOS verstärkt wird. Denn der bisherige Weg führt eher dazu, dass der Browser des Plattform-Betreibers einen erheblichen Vorteil hat, da Konkurrenzprodukte, die erst gesucht und installiert werden müssen, kaum nennenswerte Vorteile zu bieten haben.
Siehe auch: Digital Markets Act: Die EU legt den Tech-Riesen Daumenschrauben an
Das könnte sich aber bald ändern. Wie das britische Magazin The Register berichtet, ziele ein Änderungsantrag für den bisherigen Entwurf des Digital Markets Act (DMA) auf eine entsprechende Maßnahme ab. Das neue Gesetz wird aktuell in Brüssel erarbeitet, um die teils übermächtige Rolle der großen Plattform-Betreiber im Internet- und Tech-Bereich einzudämmen.
Mehr Wettbewerb
"Jeder Browser basiert auf einer Webbrowser-Engine, die für wichtige Browserfunktionen wie Geschwindigkeit, Zuverlässigkeit und Webkompatibilität verantwortlich ist. Wenn Gatekeeper Browser-Engines betreiben und vorschreiben, sind sie in der Lage, die Funktionen und Standards zu bestimmen, die nicht nur für ihre eigenen Webbrowser, sondern auch für konkurrierende Webbrowser und damit für Web-Software-Anwendungen gelten", heißt es in der Einschätzung, die dem Änderungsantrag zugrunde liegt.Hier solle der Gesetzgeber eingreifen und eine stärkere Offenheit der Plattformen erzwingen. Das dürfte letztlich auch dafür sorgen, dass der Wettbewerb auf Plattformen wie iOS verstärkt wird. Denn der bisherige Weg führt eher dazu, dass der Browser des Plattform-Betreibers einen erheblichen Vorteil hat, da Konkurrenzprodukte, die erst gesucht und installiert werden müssen, kaum nennenswerte Vorteile zu bieten haben.
Siehe auch: Digital Markets Act: Die EU legt den Tech-Riesen Daumenschrauben an
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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