Datenleck bei Revolut? Angeblich Millionen Kundendaten im Darknet
Namen, Passwörter und Kreditkarteninfos: Ein Hacker bietet im Netz angeblich die Daten von 75 Millionen Revolut-Kunden an. IT-Experten zweifeln jedoch stark an der Echtheit des Lecks und auch die Neobank selbst gibt schon (fast) Entwarnung.
Die veröffentlichten Stichproben deuten darauf hin, dass sensible Nutzerinformationen betroffen sein könnten. Zu den angebotenen Inhalten der Datenbank gehören unter anderem:
Sicherheitsforscher teilen die Skepsis des Unternehmens hinsichtlich des Datensatzes. Der geforderte Preis von 500 US-Dollar (etwa 438 Euro) ist für ein Archiv einer solchen Größenordnung ungewöhnlich niedrig. Experten gehen davon aus, dass es sich bei dem Angebot nicht um einen neuen Hack handelt.
Vielmehr dürfte der Verkäufer alte Informationen aus verschiedenen, bereits bekannten Datenlecks aggregiert haben. In dem öffentlichen Forenbeitrag fehlen zudem technische Details.
Betroffene Personen sind dadurch der Gefahr von Social Engineering ausgesetzt, bei dem Angreifer versuchen, vollständige Zahlungsdaten zu erbeuten. Nutzer sollten daher bei unerwarteten Nachrichten besonders wachsam agieren.
Revolut betreut weltweit rund 75 Millionen Privatkunden und verzeichnete in der Vergangenheit bereits Sicherheitsprobleme. Im Jahr 2022 führte ein gezielter Cyberangriff dazu, dass die Daten von über 50.000 Nutzern kompromittiert wurden. Ob das aktuelle Angebot im Darknet tatsächliche Auswirkungen auf die Kunden der Neobank hat, muss eine laufende Untersuchung noch abschließend klären.
Was meint ihr dazu? Macht euch das angebliche Datenleck Sorgen oder vertraut ihr den Sicherheitsmaßnahmen der Banken? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren mit!
Kostenloses Girokonto + Karten Jetzt bei der C24 Bank abschließen
Siehe auch:
Gefahr für Kunden von Revolut?
Ein unbekannter Täter bietet in einem Cybercrime-Forum aktuell eine Datenbank zum Verkauf an, die angeblich 75 Millionen Einträge von Nutzern der Neobank Revolut umfasst. Der Datensatz wird für 500 US-Dollar (etwa 438 Euro) im Darknet offeriert. Als Beweis stellte der Verkäufer vier Dateien im CSV-Format mit über 100 Beispieldatensätzen bereit, deren jüngste Einträge aus dem Mai 2025 stammen sollen.Die veröffentlichten Stichproben deuten darauf hin, dass sensible Nutzerinformationen betroffen sein könnten. Zu den angebotenen Inhalten der Datenbank gehören unter anderem:
- Teilweise unkenntlich gemachte Kreditkartendaten
- Mit Bcrypt oder Argon2id verschlüsselte Passwörter
- Persönliche Angaben wie Namen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen
- Gerätedaten und verwendete Betriebssysteme
Zweifel an der Echtheit
Trotz der großen Menge an Informationen gibt es ernsthafte Bedenken bezüglich der Validität des Angebots. Wie Heise Online berichtet, hat Revolut die Beispieldaten bereits mit den eigenen Systemen abgeglichen. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, dass keiner der Identifikatoren einem echten Kundenkonto zugeordnet werden könne. Bislang gebe es keine Anzeichen für einen internen Systemeinbruch.Sicherheitsforscher teilen die Skepsis des Unternehmens hinsichtlich des Datensatzes. Der geforderte Preis von 500 US-Dollar (etwa 438 Euro) ist für ein Archiv einer solchen Größenordnung ungewöhnlich niedrig. Experten gehen davon aus, dass es sich bei dem Angebot nicht um einen neuen Hack handelt.
Vielmehr dürfte der Verkäufer alte Informationen aus verschiedenen, bereits bekannten Datenlecks aggregiert haben. In dem öffentlichen Forenbeitrag fehlen zudem technische Details.
Risiken durch Phishing
Auch wenn das Material vermutlich aus älteren Quellen zusammengetragen wurde, bleibt ein Restrisiko für Revolut-Kunden bestehen. Kriminelle können die Kombination aus echten Namen, Kontaktdaten und Geräteinformationen nutzen, um gezielte Phishing-Angriffe durchzuführen.Betroffene Personen sind dadurch der Gefahr von Social Engineering ausgesetzt, bei dem Angreifer versuchen, vollständige Zahlungsdaten zu erbeuten. Nutzer sollten daher bei unerwarteten Nachrichten besonders wachsam agieren.
Revolut betreut weltweit rund 75 Millionen Privatkunden und verzeichnete in der Vergangenheit bereits Sicherheitsprobleme. Im Jahr 2022 führte ein gezielter Cyberangriff dazu, dass die Daten von über 50.000 Nutzern kompromittiert wurden. Ob das aktuelle Angebot im Darknet tatsächliche Auswirkungen auf die Kunden der Neobank hat, muss eine laufende Untersuchung noch abschließend klären.
Was meint ihr dazu? Macht euch das angebliche Datenleck Sorgen oder vertraut ihr den Sicherheitsmaßnahmen der Banken? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren mit!
Kostenloses Girokonto + Karten Jetzt bei der C24 Bank abschließen
Zusammenfassung
- Im Darknet wird ein angeblicher Revolut-Datensatz zum Kauf angeboten
- Die Datenbank soll persönliche Daten von 75 Millionen Nutzern enthalten
- Die Neobank Revolut kann die Beispieldaten keinem echten Konto zuordnen
- Sicherheitsforscher halten den geforderten Preis für ungewöhnlich niedrig
- Es wird vermutet, dass alte Daten aus anderen Lecks gesammelt wurden
- Trotzdem besteht für Nutzer ein erhöhtes Risiko für Phishing-Angriffe
Siehe auch:
- Revolut startet Tagesgeldkonto: 2,5 % Zinsen werden täglich ausgezahlt
- Geldanlage: Revolut-Kunden können jetzt in Anleihen investieren
- Revolut startet ETF-Sparpläne: Angriff auf Trade Republic & Co.
- Digitaler Anlagehelfer: Revolut startet Robo-Advisor in Deutschland
- Revolut verspricht: Deutsche IBANs spätestens bis Jahresmitte
Thema: