So fließt das Geld: Neue Vorwürfe rund um Korruption bei Microsoft
Laut einem neuen Vorwurf hat Microsoft mit Bestechungsgeldern in Millionenhöhe die Geschäfte außerhalb der USA angekurbelt. Ein ehemaliger Angestellter behauptet nun, dass sich der Konzern des "Problems" bewusst sei und alle leitenden Angestellten davon wissen.
Das berichtet das Online-Magazin The Verge. Ein ehemaliger Microsoft-Mitarbeiter beschuldigt das Unternehmen, bei einem Teil der ausländischen Geschäftsinvestitionen regelmäßig Bestechungsgelder fließen zu lassen. Der Ex-Angestellte Yasser Elabd hatte dabei 2018 seinen Job bei Microsoft verloren und spricht jetzt ganz konkret über einige der Fälle, die ihm bekannt geworden waren.
Infografik Apple, Amazon, Microsoft & Co.: Die Gehaltsgräben der Tech-Riesen
Elabd war dabei im Management für aufstrebende Märkte im Nahen Osten und Afrika. Zu seinen Vorwürfen, die er gegenüber The Verge zu Protokoll gab, gehört zum Beispiel eine 40.000-Dollar-Zahlung, die er als verdächtig bezeichnete. Er habe viele Vorfälle von verdächtigen Aktivitäten gesehen.
The Verge hat Microsoft mit den Vorwürfen konfrontiert und von Becky Lenaburg, der stellvertretenden Rechtsberaterin für Compliance und Ethik bei Microsoft, folgende Antwort erhalten: Microsoft sagt, dass sie sich verpflichtet haben, "Geschäfte auf verantwortungsvolle Art und Weise zu tätigen". Lenaburg bezeichnete die Vorwürfe als "viele Jahre alt" und sagte, dass die Vorwürfe aufgearbeitet worden seien. Konkreter wurde sie aber nicht.
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Elabd war dabei im Management für aufstrebende Märkte im Nahen Osten und Afrika. Zu seinen Vorwürfen, die er gegenüber The Verge zu Protokoll gab, gehört zum Beispiel eine 40.000-Dollar-Zahlung, die er als verdächtig bezeichnete. Er habe viele Vorfälle von verdächtigen Aktivitäten gesehen.
So floss das Geld - indirekt
So habe ein Auftragnehmer des saudischen Innenministeriums einen Preisnachlass in Höhe von 13 Millionen Dollar auf seine Software erhalten - der Preisnachlass wurde jedoch nie an den Endkunden weitergegeben. In einem anderen Fall zahlte das Bildungsministerium von Katar 9,5 Millionen Dollar pro Jahr für Office- und Windows-Lizenzen, die nie installiert wurden. Auf die eine oder andere Weise floss das Geld aus dem Vertragsprozess heraus, höchstwahrscheinlich aufgeteilt zwischen der Regierung, dem Unterauftragnehmer und allen Microsoft-Mitarbeitern, die an dem Geschäft beteiligt waren.The Verge hat Microsoft mit den Vorwürfen konfrontiert und von Becky Lenaburg, der stellvertretenden Rechtsberaterin für Compliance und Ethik bei Microsoft, folgende Antwort erhalten: Microsoft sagt, dass sie sich verpflichtet haben, "Geschäfte auf verantwortungsvolle Art und Weise zu tätigen". Lenaburg bezeichnete die Vorwürfe als "viele Jahre alt" und sagte, dass die Vorwürfe aufgearbeitet worden seien. Konkreter wurde sie aber nicht.
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