Corona-Leugner und Rassist? Joe Rogan wird für Spotify zum Problem
Joe Rogan gilt als der populärste Podcaster der USA, der Comedian und Kampfsport-Kommentator kommt auf monatlich rund 16 Millionen Downloads. The Joe Rogan Experience ist exklusiv auf Spotify zu finden, doch die Show wird für die Schweden immer mehr zum Problem.
Die schwedische Musik-Streaming-Größe hat in den vergangenen Jahren verstärkt auf das Thema Podcast gesetzt und hat hier auch gleich mehrere hochkarätige Zukäufe getätigt, darunter die Produktionen des Sport- und Showbusiness-Netzwerks The Ringer. Den vielleicht spektakulärsten Deal von Spotify gab es vor knapp zwei Jahren, denn im Mai 2000 gaben die Schweden die Verpflichtung von Joe Rogan bekannt, dessen vor allem in den USA immens populärer Podcast ist seither exklusiv auf Spotify zu finden.
Doch The Joe Rogan Experience verschafft dem Musik-Streaming-Netzwerk zuletzt sehr viel schlechte Presse. Zunächst protestierten die Alt-Rocker Neil Young und Joni Mitchell gegen Aussagen Rogans im Zusammenhang mit Corona. Der Podcaster hatte zuletzt auch zwei bekennende Covid-19-Leugner in seiner Show und widersprach ihnen auch nicht.
Spotify stand seinem Podcast-Star noch bei und verwies auf "Meinungsfreiheit". Rogan entschuldigte sich aber und gab auch zu, dass diese "Meinungen" als "gefährliche Fehlinformationen" gesehen werden können. Damit wollte sicherlich auch Spotify die Sache ad acta legen und mit einem in dieser Hinsicht vorsichtiger agierenden Rogan weitermachen.
Rogan hat sich für all das nun erneut entschuldigt, doch die externe, aber auch interne Kritik an Spotify wächst. Spotify-CEO Daniel Ek hat dazu ein Memo an seine Mitarbeiter verschickt. Wie The Verge berichtet, schreibt Ek: "Einige der Kommentare von Joe Rogan sind nicht nur unglaublich verletzend - ich möchte auch klarstellen, dass sie nicht die Werte dieses Unternehmens repräsentieren. Ich weiß, dass sich viele von euch in dieser Situation ausgelaugt, frustriert und ungehört fühlen."
Rogan habe Grenzen überschritten und deshalb wurden auch rund 70 Episoden seiner Show von Spotify entfernt. Weitere Konsequenzen hat die Sache aber nicht, zumindest vorerst.
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Doch The Joe Rogan Experience verschafft dem Musik-Streaming-Netzwerk zuletzt sehr viel schlechte Presse. Zunächst protestierten die Alt-Rocker Neil Young und Joni Mitchell gegen Aussagen Rogans im Zusammenhang mit Corona. Der Podcaster hatte zuletzt auch zwei bekennende Covid-19-Leugner in seiner Show und widersprach ihnen auch nicht.
Spotify stand seinem Podcast-Star noch bei und verwies auf "Meinungsfreiheit". Rogan entschuldigte sich aber und gab auch zu, dass diese "Meinungen" als "gefährliche Fehlinformationen" gesehen werden können. Damit wollte sicherlich auch Spotify die Sache ad acta legen und mit einem in dieser Hinsicht vorsichtiger agierenden Rogan weitermachen.
N-Wort
Doch nun kocht die Kritik an Rogan erneut auf und dieses Mal wird sich Spotify schwerer tun, an seinem Star festzuhalten: Denn es ist ein Video aufgetaucht, in dem der Podcaster gleich mehrfach das N-Wort sagt. Dabei handelt es sich zwar um einen Zusammenschnitt, der ohne Kontext ist, Kritiker sagen aber, dass man das Wort kategorisch nicht in den Mund nehmen sollte. Außerdem ist ein Ausschnitt aufgetaucht, in dem er eine von Schwarzen bewohnte Gegend mit "Planet der Affen" vergleicht.Rogan hat sich für all das nun erneut entschuldigt, doch die externe, aber auch interne Kritik an Spotify wächst. Spotify-CEO Daniel Ek hat dazu ein Memo an seine Mitarbeiter verschickt. Wie The Verge berichtet, schreibt Ek: "Einige der Kommentare von Joe Rogan sind nicht nur unglaublich verletzend - ich möchte auch klarstellen, dass sie nicht die Werte dieses Unternehmens repräsentieren. Ich weiß, dass sich viele von euch in dieser Situation ausgelaugt, frustriert und ungehört fühlen."
Rogan habe Grenzen überschritten und deshalb wurden auch rund 70 Episoden seiner Show von Spotify entfernt. Weitere Konsequenzen hat die Sache aber nicht, zumindest vorerst.
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