Weihnachten in Gefahr: Lieferketten aus Asien sind völlig überlastet

Die Sache mit den Weihnachtsgeschenken könnte in diesem Jahr etwas schwierig werden. Insbesondere dann, wenn es um aktuellere Produkte wie neueste Technik geht. Denn die Lieferketten sind auch in diesem Bereich arg ins Stocken geraten. Kurz gesagt: Vieles, was in Fernost produziert wurde und vor Weihnachten bei uns im Handel verfügbar sein sollte, kommt entweder später, gar nicht oder zu höheren Preisen an. Schuld daran sind aber nicht nur die Engpässe in verschiedenen Industrien - weil beispielsweise nicht genug Chips für die integrierten Elektronik-Komponenten in vielen Artikeln vorhanden sind.

Ein weiteres Problem ist die Situation im Logistik-Bereich. Es gibt aktuell schlicht zu wenig Schiffe und Container, um alle benötigten Waren um die halbe Welt an ihre Bestimmungsorte zu bringen. Wie aus einem Bericht der Tagesschau hervorgeht, versuchen die Unternehmen sich darüber hinaus beim Preis zu überbieten, um endlich an Transportkapazitäten zu kommen. Dadurch sind die Kosten für einen Container, der per Schiff von Shanghai nach Hamburg gebracht wird, inzwischen von 2000 auf bis zu 20.000 Dollar gestiegen.

Probleme enden nicht im Hafen

Dies dürfte auch dazu führen, dass verschiedene Produkte im Vorweihnachtsgeschäft zwar vielleicht erhältlich sind, aber das dann zu deutlich höheren Preisen. Das gilt insbesondere für Waren, die eigentlich nicht besonders viel kosten, aber vergleichsweise groß sind und dadurch einen wesentlich höheren Transportkosten-Anteil am Verkaufspreis bekommen.

Ein echtes Problem haben die Anbieter von billigen Massenprodukten. Das trifft beispielsweise Discounter wie Kik und Lidl, die große Chargen preiswerter Produkte kaum aus China nach Europa transportiert bekommen. Als besonders dramatisch wird die Lage bei Adventskalendern beschrieben, denn diese sind eigentlich sehr billig, vergleichsweise voluminös und haben zusätzlich noch ein sehr kurzfristiges Verkaufsfenster.

Das Problem endet allerdings nicht, wenn die Container dann doch in einem der großen europäischen Überseehäfen angekommen sind. Denn auch die Logistiker, die die Waren dann übers Land verteilen, sind laut des Handelsblatts nicht in der Lage, alle Aufträge auszuführen. Daher ist es durchaus ratsam, sich in diesem Jahr rechtzeitig um Weihnachtsgeschenke zu kümmern und dabei nicht unbedingt nur an einem Produkt zu hängen.

Siehe auch: 39 Mio. Euro Strafe gegen Samsung: TV-Preise im Handel illegal erhöht
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