Streit eskaliert: Bild-TV fliegt bei kleineren Fernsehkabel-Anbietern raus
Im Zuge des Streits zwischen den kleineren Kabelnetzbetreibern und den TV-Programmanbietern um Einspeiseentgelte geht es jetzt eine Eskalationsstufe nach oben: Der neu gestartete Kanal der Bild-Zeitung fliegt aus den Netzen raus.
Im Bereich des Kabelfernsehens gibt es seit längerem einen Streit um die Entgelte, die Programmanbieter den Netzbetreibern zahlen sollen. Vodafone als dominierender Betreiber von Fernsehkabel-Infrastrukturen bekommt sowohl von den öffentlich-rechtlichen als auch von den privaten Sendern Geld dafür, dass die Programme verbreitet werden. Die kleineren Netzbetreiber werden hingegen schlicht nicht bezahlt.
Hier gehen die Sender das Risiko ein, etwas weniger Reichweite zu haben. Oder aber sie spekulieren darauf, dass die kleineren Anbieter es sich nicht leisten können, aufgrund eines begrenzteren Angebotes auch nur einen Abonnenten zu verlieren. Doch nun nutzen diese die Chance, um ihrerseits den Druck zu erhöhen, berichtet das Magazin Teltarif.
Der Fachverband Rundfunk- und Breitband-Kommunikation (FRK), in dem die fraglichen Netzbetreiber organisiert sind, hat ihren Mitgliedern empfohlen, den neuen TV-Kanal der Boulevardzeitung Bild nicht in die Netze einzuspeisen oder die bereits gestartete Verbreitung zu stoppen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass BILD auf die DVB-C-Verbreitung verzichten kann", so Bernd Thielk, Geschäftsführer des Hamburger FRK-Mitglieds Willy.tel.
Der Start des neuen Senders ist aus dessen Sicht nicht nur aus der Perspektive der Kabelanbieter problematisch, die einen weiteren Kanal gratis zu den Nutzern bringen sollen. Es sei auch ungerecht gegenüber diversen kleineren Programmachern. Diese bekämen beispielsweise von Vodafone immer wieder gesagt, dass kein Platz für ihr Programm wäre. Der Axel-Springer-Verlag kann hingegen einfach N24 Doku HD gegen Bild austauschen und seinem neuen Boulevard-Sender so einen einfachen Start verpassen.
Siehe auch:
Hier gehen die Sender das Risiko ein, etwas weniger Reichweite zu haben. Oder aber sie spekulieren darauf, dass die kleineren Anbieter es sich nicht leisten können, aufgrund eines begrenzteren Angebotes auch nur einen Abonnenten zu verlieren. Doch nun nutzen diese die Chance, um ihrerseits den Druck zu erhöhen, berichtet das Magazin Teltarif.
Der Fachverband Rundfunk- und Breitband-Kommunikation (FRK), in dem die fraglichen Netzbetreiber organisiert sind, hat ihren Mitgliedern empfohlen, den neuen TV-Kanal der Boulevardzeitung Bild nicht in die Netze einzuspeisen oder die bereits gestartete Verbreitung zu stoppen. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass BILD auf die DVB-C-Verbreitung verzichten kann", so Bernd Thielk, Geschäftsführer des Hamburger FRK-Mitglieds Willy.tel.
Der Start des neuen Senders ist aus dessen Sicht nicht nur aus der Perspektive der Kabelanbieter problematisch, die einen weiteren Kanal gratis zu den Nutzern bringen sollen. Es sei auch ungerecht gegenüber diversen kleineren Programmachern. Diese bekämen beispielsweise von Vodafone immer wieder gesagt, dass kein Platz für ihr Programm wäre. Der Axel-Springer-Verlag kann hingegen einfach N24 Doku HD gegen Bild austauschen und seinem neuen Boulevard-Sender so einen einfachen Start verpassen.
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