OnlyFans: Porno-Inhalte sollen zugunsten von Investoren-Geld weichen
Der Internet-Wirtschaft gelingt es in guter Regelmäßigkeit, geradezu grotesk wirkende Meldungen zu produzieren. Dies ist nun auch bei der Plattform OnlyFans der Fall, die zukünftig keine Pornographie mehr dulden möchte.
Die Seite hat sich der Aufgabe verschrieben, Inhalte-Produzenten direkt mit Nutzern zusammenzubringen. Die Anbieter können Bilder und Videos auf ihren Profilen bereitstellen, die dann für zahlende User zugänglich sind. Die Plattform funktioniert dabei im Wesentlichen wie ein normales Social Network - mit dem Unterschied, dass die Videos und Fotos in einem Post nur angezeigt werden, wenn der verlangte Betrag gezahlt wurde.
Diese Möglichkeit nutzen auf der Plattform unter anderem Musiker oder auch Anbieter von Fitness-Kursen. Der überwiegende Teil der Inhalte stammt jedoch aus dem weiten Feld der Erwachsenen-Unterhaltung. Insbesondere pornographische Videoclips und Bilder werden besonders häufig gegen Bezahlung abgerufen. Wie hoch der Anteil dieses Bereiches unter den 150 Millionen zahlenden Usern ist, gibt das Unternehmen zwar nicht an, wer sich aber auf der Plattform umschaut, kommt sicherlich schnell zu dem Ergebnis, dass es sich um einen wesentlichen Pfeiler des Geschäfts handelt.
Angesichts der Erfahrungen vergleichbarer Stunts anderer Plattformen wirkt dies aber etwas seltsam. Ein bekannter ähnlicher Fall war Tumblr. Nachdem die Blogging-Plattform das Teilen von Erotik- und Porno-Inhalten untersagte, brachen die Besucherzahlen um über 40 Prozent ein - und dies bei einer Seite, die auch sehr viele andere Inhalte hostete. Der Anteil des alternativen Content aus OnlyFans dürfte wesentlich geringer sein. So sieht es danach aus, als würden die Betreiber ein massives Abrutschen ihres Projekts einkalkulieren, wenn sie nur schneller an saftige Investoren-Gelder kommen.
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Diese Möglichkeit nutzen auf der Plattform unter anderem Musiker oder auch Anbieter von Fitness-Kursen. Der überwiegende Teil der Inhalte stammt jedoch aus dem weiten Feld der Erwachsenen-Unterhaltung. Insbesondere pornographische Videoclips und Bilder werden besonders häufig gegen Bezahlung abgerufen. Wie hoch der Anteil dieses Bereiches unter den 150 Millionen zahlenden Usern ist, gibt das Unternehmen zwar nicht an, wer sich aber auf der Plattform umschaut, kommt sicherlich schnell zu dem Ergebnis, dass es sich um einen wesentlichen Pfeiler des Geschäfts handelt.
Die Geschichte lehrt...
Für die Betreiber ist das durchaus lukrativ. Die Umsätze liegen längst im Milliarden-Bereich und würden im kommenden Jahr wohl elfstellig werden, rund 20 Prozent der Einnahmen landen als Provision bei der Seite. Allerdings scheint das den Gründern von OnlyFans nicht zu reichen. Sie wollen sich unbedingt Gelder von Investoren sichern, an die Anteile abgegeben werden sollen. Und da es nur wenige Anleger gibt, die ihr Geld in pornographische Angebote investieren wollen, soll dieser Bereich nun weichen.Angesichts der Erfahrungen vergleichbarer Stunts anderer Plattformen wirkt dies aber etwas seltsam. Ein bekannter ähnlicher Fall war Tumblr. Nachdem die Blogging-Plattform das Teilen von Erotik- und Porno-Inhalten untersagte, brachen die Besucherzahlen um über 40 Prozent ein - und dies bei einer Seite, die auch sehr viele andere Inhalte hostete. Der Anteil des alternativen Content aus OnlyFans dürfte wesentlich geringer sein. So sieht es danach aus, als würden die Betreiber ein massives Abrutschen ihres Projekts einkalkulieren, wenn sie nur schneller an saftige Investoren-Gelder kommen.
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Christian Kahle
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