Nun protestiert Microsoft gegen Regierungsauftrag, der an Amazon ging
Der milliardenschwere Cloud-Auftrag des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums hat zuletzt für viel Aufregung gesorgt. Denn dieser ging an Microsoft, wogegen Amazon Sturm lief. Und das erfolgreich. Nun ist Microsoft an der Reihe zu protestieren - bei einem NSA-Auftrag.
Microsoft und Amazon sind dieser Tage die zwei Großmächte in Sachen Cloud und deshalb verwundert es nicht, dass die beiden Konzerngiganten in den letzten zwei Jahren um den Auftrag der Joint Enterprise Defense Infrastructure (JEDI) des US-amerikanischen Department of Defense (DoD) konkurrierten.
Den JEDI-Auftrag hat zunächst Microsoft bekommen, doch dagegen legte der Versandhausriese Einspruch ein und meinte, dass diese Entscheidung politisch motiviert gewesen sei. Amazon war der Ansicht, dass man den Deal unter anderem deshalb nicht bekommen habe, weil der damalige Präsident Donald Trump den Amazon-Chef und Trump-Gegner Jeff Bezos verabscheut.
In der Tat zog das Verteidigungsministerium den Auftrag Anfang Juli zurück, das DoD teilte damals ausweichend mit, dass der Deal in seiner bisherigen Form nicht mehr seinen "Bedürfnissen" entspreche. Das Verteidigungsministerium begrub JEDI in der bisherigen Form und entschied sich für eine Mehranbieter-Lösung, die "Joint Warfighter Cloud Capability" getauft wurde.
Microsoft beklagt, dass die NSA für ihr WildandStormy genanntes Projekt keine angemessene Bewertung des Marktes durchgeführt habe und wird sich deshalb bei der zuständigen Behörde, dem Government Accountability Office, beschweren.
Die NSA bestätigte Auftrag wie Beschwerde, teilte aber mit: "Die Agentur wird auf den Protest in Übereinstimmung mit den entsprechenden Bundesvorschriften reagieren." Die NSA will per "Hybrid Compute Initiative" Teile ihrer Daten und deren Verarbeitung in die Cloud auslagern und hat sich für Amazon entschieden. Der Versandhändler hat bereits zahlreiche Regierungsaufträge, Microsoft attackiert Amazon aber verstärkt auf diesem Gebiet.
Den JEDI-Auftrag hat zunächst Microsoft bekommen, doch dagegen legte der Versandhausriese Einspruch ein und meinte, dass diese Entscheidung politisch motiviert gewesen sei. Amazon war der Ansicht, dass man den Deal unter anderem deshalb nicht bekommen habe, weil der damalige Präsident Donald Trump den Amazon-Chef und Trump-Gegner Jeff Bezos verabscheut.
In der Tat zog das Verteidigungsministerium den Auftrag Anfang Juli zurück, das DoD teilte damals ausweichend mit, dass der Deal in seiner bisherigen Form nicht mehr seinen "Bedürfnissen" entspreche. Das Verteidigungsministerium begrub JEDI in der bisherigen Form und entschied sich für eine Mehranbieter-Lösung, die "Joint Warfighter Cloud Capability" getauft wurde.
Nächster Schauplatz: WildandStormy
Nun steigen Microsoft und Amazon aber erneut in den Ring und dieses Mal geht der Protest von den Redmondern aus. Denn wie Washington Technology (via The Verge) berichtet, beklagt Microsoft, dass Amazon Web Services unfair einen Auftrag der National Security Agency (NSA) bekommen hat. Dieser ist ähnlich "schwer" wie der DoD-Deal seinerzeit, nämlich (bis zu) zehn Milliarden Dollar.Microsoft beklagt, dass die NSA für ihr WildandStormy genanntes Projekt keine angemessene Bewertung des Marktes durchgeführt habe und wird sich deshalb bei der zuständigen Behörde, dem Government Accountability Office, beschweren.
Die NSA bestätigte Auftrag wie Beschwerde, teilte aber mit: "Die Agentur wird auf den Protest in Übereinstimmung mit den entsprechenden Bundesvorschriften reagieren." Die NSA will per "Hybrid Compute Initiative" Teile ihrer Daten und deren Verarbeitung in die Cloud auslagern und hat sich für Amazon entschieden. Der Versandhändler hat bereits zahlreiche Regierungsaufträge, Microsoft attackiert Amazon aber verstärkt auf diesem Gebiet.
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