Belästigungsskandal: Ubisoft-Mitarbeiter unterstützen Blizzard-Kollegen
Der umsatzstärkste Publisher der Welt, Activision Blizzard, steckt aktuell in einem Skandal rund um sexuelle Belästigung und Diskriminierung, der in der Branche (im negativen Sinne) beispielhaft ist. Das Management machte bisher keine gute Figur und Mitarbeiter protestieren dagegen.
Gestern kam es deshalb zu einer Arbeitsniederlegung in Form eines so genannten Walkouts, mehr als 2600 Mitarbeiter haben zuvor einen offenen Brief unterschrieben, der das Management des Spieleunternehmens scharf kritisierte. Und sie bekommen nun Rückendeckung aus der Branche, denn zahlreiche Angestellte von Ubisoft haben den Activision Blizzard-Kollegen per offenem Brief ihre Solidarität ausgesprochen.
Dass diese Unterstützung von Angestellten des französischen Publishers kommt ("Wir glauben euch, wir stehen euch bei und unterstützen euch"), ist alles andere als ein Zufall, denn Ubisoft war und ist erst vor kurzem mit ganz ähnlichen Vorwürfen konfrontiert worden. Damit ist nicht nur für die Betroffenen klar, dass das ein industrieweites Problem ist.
Keiner könne derartige Fälle noch leugnen oder kleinreden, so die Ubisoft-Mitarbeiter: "Es sollte niemanden mehr überraschen, ob Mitarbeiter, Führungskräfte, Journalisten oder Fans, dass diese abscheulichen Taten begangen werden. Es ist an der Zeit, nicht mehr schockiert zu sein. Wir müssen verlangen, dass echte Schritte unternommen werden, um sie zu verhindern. Die Verantwortlichen müssen für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden."
Die Ubisoft-Mitarbeiter fordern unter anderem, dass sich die Top-Publisher an einen Tisch setzen und "eine Reihe von Regeln und Verfahren für die Bearbeitung von Meldungen über derartige Vorfälle" entwickeln.
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Dass diese Unterstützung von Angestellten des französischen Publishers kommt ("Wir glauben euch, wir stehen euch bei und unterstützen euch"), ist alles andere als ein Zufall, denn Ubisoft war und ist erst vor kurzem mit ganz ähnlichen Vorwürfen konfrontiert worden. Damit ist nicht nur für die Betroffenen klar, dass das ein industrieweites Problem ist.
Alles andere als Einzelfälle
Entsprechend heißt es auch im Schreiben der Ubisoft-Mitarbeiter (via Axios): "Aus der Häufigkeit dieser Berichte geht eindeutig hervor, dass in der Branche eine weit verbreitete und tief verwurzelte Kultur des Missbrauchs herrscht."Keiner könne derartige Fälle noch leugnen oder kleinreden, so die Ubisoft-Mitarbeiter: "Es sollte niemanden mehr überraschen, ob Mitarbeiter, Führungskräfte, Journalisten oder Fans, dass diese abscheulichen Taten begangen werden. Es ist an der Zeit, nicht mehr schockiert zu sein. Wir müssen verlangen, dass echte Schritte unternommen werden, um sie zu verhindern. Die Verantwortlichen müssen für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden."
Nachhaltige Konsequenzen
Dabei gehe es nicht nur um symbolische Entlassungen und Konsequenzen für die bekanntesten Übeltäter, sondern um nachhaltige Schritte: "Wir haben tatenlos zugesehen, wenn man nur die öffentlichsten Täter entlassen hat. Den Rest hat man entweder kündigen lassen oder schlimmer noch, befördert, sie von Studio zu Studio, von Team zu Team versetzt und ihnen eine zweite Chance nach der anderen gegeben, ohne dass es zu Konsequenzen gekommen wäre. Dieser Kreislauf muss aufhören."Die Ubisoft-Mitarbeiter fordern unter anderem, dass sich die Top-Publisher an einen Tisch setzen und "eine Reihe von Regeln und Verfahren für die Bearbeitung von Meldungen über derartige Vorfälle" entwickeln.
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