Warnungen per Cell Broadcast sollen nun doch plötzlich kommen
Bis die deutschen Konservativen anfangen sich zu bewegen, bedarf es offenbar immer erst größerer Katastrophen. Nun soll es aber endlich möglich werden, dass auch in Deutschland Warnmeldungen per Cell Broadcast an Mobiltelefone verschickt werden.
In vielen anderen Ländern ist das Feature, das in den Spezifikationen der Mobilfunkstandards enthalten ist, der Standard, wenn ein möglichst großer Anteil der Bevölkerung in einer bestimmten Region erreicht werden soll. SMS-ähnliche Text-Mitteilungen gehen dann automatisch an alle Handys, die in die ausgewählte Mobilfunk-Zelle eingebucht sind.
In Deutschland sperrte man sich hingegen bisher gegen diese einfache Variante der Alarmierung möglichst vieler Menschen. Stattdessen setzte man auf eigens entwickelte Warn-Apps, die nur auf Smartphones funktionieren und auf funktionierende Datenverbindungen angewiesen sind. Warum man so starr an diesem Sonderweg festhielt, ist bisher noch nicht geklärt.
Die Flut-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat das Thema nun wieder auf die Tagesordnung gebracht und die zahlreichen Todesopfer genügten nun offenbar, dass der Widerstand bröckelte. Heute nun verkündete Bundesinnenminister Horst Seehofer laut der Nachrichtenagentur DPA vor einer Sitzung des Innenausschusses des Bundestags, dass das Verfahren jetzt auch in Deutschland kommen soll. Es habe Widerstände gegen dieses Verfahren gegeben, die nun ausgeräumt seien. Er rechne damit, dass es noch in diesem Jahr zu einer Umsetzung kommt.
Siehe auch: Warntag-Desaster: Deutschlands Alarmsysteme vor großem Umbau
In Deutschland sperrte man sich hingegen bisher gegen diese einfache Variante der Alarmierung möglichst vieler Menschen. Stattdessen setzte man auf eigens entwickelte Warn-Apps, die nur auf Smartphones funktionieren und auf funktionierende Datenverbindungen angewiesen sind. Warum man so starr an diesem Sonderweg festhielt, ist bisher noch nicht geklärt.
Widerstand gebrochen
Von Seiten zahlreicher Experten wurde die Nutzung des Cell Broadcast immer wieder gefordert - insbesondere als sich vor einem Jahr beim ersten bundesweiten Warn-Tag herausstellte, dass die Nachrichtenübermittlung mit den Apps im Ernstfall nicht besonders gut funktioniert. Die Test-Mitteilungen kamen hier teils erst mit vielen Stunden Verspätung bei den Empfängern an.Die Flut-Katastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat das Thema nun wieder auf die Tagesordnung gebracht und die zahlreichen Todesopfer genügten nun offenbar, dass der Widerstand bröckelte. Heute nun verkündete Bundesinnenminister Horst Seehofer laut der Nachrichtenagentur DPA vor einer Sitzung des Innenausschusses des Bundestags, dass das Verfahren jetzt auch in Deutschland kommen soll. Es habe Widerstände gegen dieses Verfahren gegeben, die nun ausgeräumt seien. Er rechne damit, dass es noch in diesem Jahr zu einer Umsetzung kommt.
Siehe auch: Warntag-Desaster: Deutschlands Alarmsysteme vor großem Umbau
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Christian Kahle
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