BKA schaltet Kinderporno-Forum Boystown ab, Betreiber verhaftet

Mit der Abschaltung einer Plattform, bei der mehr als 400.000 Mitglieder Bilder und Videos vom sexuellen Missbrauch von Kindern ausgetauscht haben, ist den deutschen Strafverfolgungsbehörden ein großer Erfolg gegen die vernetzten Täter gelungen.
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Mehrere Verantwortliche und Nutzer wurden bereits verhaftet. Bereits Mitte April ist dem Bundeskriminalamt (BKA) und der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) ein großer Schlag gegen das international ausgerichtete Netzwerk namens Boystown gelungen. Wie jetzt bekannt gegeben wurde, hat das BKA das Netzwerk im Darknet abge­schaltet und mehrere Hausdurchsuchungen durchgeführt. BoystownDas BKA hat mehrere Seiten der Kriminellen abgeschaltet

Zwei Administratoren und ein User wurden bereits verhaftet

Zuvor hatten die Behörden, koordiniert durch mehrmonatige aufwendige Ermittlungen im Rahmen einer durch Deutschland initiierten Task Force, gemeinsam mit Europol und Strafver­folgungs­behörden in den Niederlanden, Schweden, Australien, den USA und Kanada, die Drahtzieher und Hauptverantwortlichen ermittelt. Bei den drei Hauptbeschuldigten handelt es sich um einen 40 Jahre alten Mann aus dem Kreis Paderborn, einen 49 Jahre alten Mann aus dem Landkreis München und einen 58 Jahre alten, aus Norddeutschland stammenden Mann, der seit mehreren Jahren in Südamerika lebt. Den drei Männern wird vorgeworfen, Boystown als Administratoren betrieben zu haben.

Bei Boystown handelte es sich um ein Forum, bei dem vor allem Missbrauchsabbildungen, häufig verharmlost als Kinderpornographie betitelt, ausgetauscht wurden. Unter den geteilten Bild- und Videoaufnahmen befanden sich auch Aufnahmen des schwersten sexuellen Missbrauchs von Kleinkindern, teilten die Behörden jetzt mit. Derzeit läuft die Aus­wertung der Nachrichten in dem Forenbereich und den angeschlossenen Chatbereichen, die der Kommunikation der Mitglieder unter­einander und dem Austausch von Missbrauchsaufnahmen von Jungen und Mädchen dienten.

Gegen einen weiteren Beschuldigten, einen 64 Jahre alten Mann aus Hamburg, besteht der Verdacht, sich im Juli 2019 als Mitglied registriert zu haben und - als einer der aktivsten Nutzer der Plattform - über 3.500 Beiträge gepostet zu haben. Neben der Abschaltung der Hauptseite wurden auch zahlreiche weitere Chatplattformen für Pädophile entdeckt und gesperrt.
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