Tesla-Unfall ohne Fahrer: Laut Elon Musk war Autopilot nicht aktiviert
Am Samstag sorgte ein tragischer sowie ungewöhnlicher Unfall für Aufsehen: Denn in Texas starben zwei Männer in einem Tesla, dessen Fahrersitz leer war. Schnell gab es die Vermutung, dass jemand den Autopiloten demonstrieren wollte. Doch laut Elon Musk war der gar nicht an.
"Die Situation ist äußerst merkwürdig", schreibt das renommierte Elektromobilitätsblog Electrek gleich am Anfang und dieser Einschätzung kann und muss man sich wohl anschließen. Denn der tödliche Unfall, bei dem am Samstag zwei Männer in einem Tesla Model S von der Straße abkamen, gegen einen Baum krachten und in einem komplett ausgebrannten Fahrzeug starben, ist voller Widersprüche.
Und das betrifft nicht nur den Unfall selbst und den Umstand, dass auf dem Fahrersitz laut lokalen Einsatzkräften keine Person zu finden war, sondern auch die mittlerweile vorliegende erste Analyse bzw. Verteidigung von Tesla-Chef Elon Musk.
Das Merkwürdige an der Sache: Das alles erklärt trotzdem nicht, warum der Fahrersitz leer blieb. Auch Musks Statements sind nicht ohne Fragezeichen: Denn laut Electrek ist es nicht zwangsläufig immer der Fall, dass der Autopilot Fahrspurlinien voraussetzt, um zu funktionieren.
Dazu kommt: Der Unfall hat sich in der Tat in einer Wohngegend ereignet, dort funktioniert die Full Self-Driving" (FSD)-Beta theoretisch auch - beim Unfallwagen war FSD aber offenbar nicht aktiv bzw. freigeschaltet. Polizei und die US-amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde National Transportation Safety Board (NTSB) haben bereits Untersuchungen des Unfalls angekündigt.
Laut Reuters ist das öffentliche Twitter-Statement von Musk nicht mit den Behörden abgesprochen bzw. wisse man dort nichts davon, dass bereits erste Daten vorliegen. "Wenn er das tweetet, dass er die Daten bereits gezogen hat, hat er uns das nicht gesagt", sagte Mark Herman, Constable des Harris County Precinct 4. "Wir haben Zeugenaussagen von Personen, die sagten, dass der Besitzer losgefahren ist, um das Fahrzeug ohne Fahrer Probe zu fahren und dem Freund zu zeigen, wie es sich selbst fahren kann."
Ob man den Aussagen Musks tatsächlich trauen kann, sei dahingestellt, denn der Tesla-Chef hat schon in Vergangenheit Log-Daten für PR-Zwecke missbraucht. Das NTSB hat Tesla bereits einmal von einer Untersuchung eines tödlichen Unfalls ausgeschlossen, nachdem das Unternehmen ohne Genehmigung Details daraus veröffentlicht hat.
Siehe auch:
Und das betrifft nicht nur den Unfall selbst und den Umstand, dass auf dem Fahrersitz laut lokalen Einsatzkräften keine Person zu finden war, sondern auch die mittlerweile vorliegende erste Analyse bzw. Verteidigung von Tesla-Chef Elon Musk.
Musk: Autopilot war gar nicht an
Denn Musk hat sich dazu mittlerweile auf Twitter zu Wort gemeldet und schreibt: "Die bisher wiederhergestellten Datenprotokolle zeigen, dass Autopilot nicht aktiviert war und dieses Fahrzeug kein FSD erworben hat. Außerdem würde der Standard-Autopilot zum Einschalten Fahrspurlinien benötigen, die diese Straße nicht hatte." Musks Tweet war eine Antwort auf einen anderen Nutzer, der gegenüber dem Wall Street Journal mitteilte, dass es Sicherheitsmaßnahmen gäbe, die einen solchen angeblichen Missbrauch verhindern sollen.Das Merkwürdige an der Sache: Das alles erklärt trotzdem nicht, warum der Fahrersitz leer blieb. Auch Musks Statements sind nicht ohne Fragezeichen: Denn laut Electrek ist es nicht zwangsläufig immer der Fall, dass der Autopilot Fahrspurlinien voraussetzt, um zu funktionieren.
Dazu kommt: Der Unfall hat sich in der Tat in einer Wohngegend ereignet, dort funktioniert die Full Self-Driving" (FSD)-Beta theoretisch auch - beim Unfallwagen war FSD aber offenbar nicht aktiv bzw. freigeschaltet. Polizei und die US-amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde National Transportation Safety Board (NTSB) haben bereits Untersuchungen des Unfalls angekündigt.
Laut Reuters ist das öffentliche Twitter-Statement von Musk nicht mit den Behörden abgesprochen bzw. wisse man dort nichts davon, dass bereits erste Daten vorliegen. "Wenn er das tweetet, dass er die Daten bereits gezogen hat, hat er uns das nicht gesagt", sagte Mark Herman, Constable des Harris County Precinct 4. "Wir haben Zeugenaussagen von Personen, die sagten, dass der Besitzer losgefahren ist, um das Fahrzeug ohne Fahrer Probe zu fahren und dem Freund zu zeigen, wie es sich selbst fahren kann."
Ob man den Aussagen Musks tatsächlich trauen kann, sei dahingestellt, denn der Tesla-Chef hat schon in Vergangenheit Log-Daten für PR-Zwecke missbraucht. Das NTSB hat Tesla bereits einmal von einer Untersuchung eines tödlichen Unfalls ausgeschlossen, nachdem das Unternehmen ohne Genehmigung Details daraus veröffentlicht hat.
Siehe auch:
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