Schufa vor Verkauf, Millionen Datensätze könnten in den USA landen
Die Auskunftei Schufa ist Teil des Alltags in Deutschland, die Kreditüberprüfungsgesellschaft ist gleichzeitig aber auch gefürchtet. Basis dafür sind Daten, die von der Schufa gesammelt werden. Und diese könnten nun in die Hände von US-amerikanischen Finanzinvestoren gelangen.
Die Schufa ist schon lange eine zwingende Notwendigkeit und von vielen gefürchtetes Übel, denn eine positive Auskunft entscheidet darüber, ob man eine Wohnung mieten oder kaufen kann, ob man einen Handyvertrag bekommt und vieles mehr. Der Datensatz, den die in der Hand von zahlreicher Banken befindliche Aktiengesellschaft dafür anzapft, ist gewaltig: Denn die Auskunftei hat Zugriff auf 943 Millionen Einzeldaten von rund 68 Millionen Menschen und sechs Millionen Unternehmen.
Und diese Daten könnten - wohl zum Entsetzen von Bürgern und Datenschützern - in den USA landen. Denn wie das Wirtschaftsportal Bloomberg berichtet, sieht sich die Schufa Holding AG derzeit nach Käufern um. Demnach führen einige Eigentümer wie Deutsche Bank und Commerzbank derzeit Gespräche mit vermeintlichen Kaufinteressenten. Hier sind bereits zwei Namen genannt worden, nämlich die Beteiligungsgesellschaften EQT AB und Hellman & Friedman.
Der Auslöser hierfür war laut Bloomberg die schwedische Beteiligungsgesellschaft EQT, das hat dann die US-Amerikaner von Hellman & Friedman ins Spiel gebracht. Die Bewertung der Schufa liegt bei etwa zwei Milliarden Euro, schätzen Experten. Das ist offenbar nicht das erste Mal, dass über einen Verkauf gesprochen wird, zuvor sind die Verhandlungen aber gescheitert. Kommentieren wollte die Angelegenheit keiner der potenziell Beteiligten.
Siehe auch:
Und diese Daten könnten - wohl zum Entsetzen von Bürgern und Datenschützern - in den USA landen. Denn wie das Wirtschaftsportal Bloomberg berichtet, sieht sich die Schufa Holding AG derzeit nach Käufern um. Demnach führen einige Eigentümer wie Deutsche Bank und Commerzbank derzeit Gespräche mit vermeintlichen Kaufinteressenten. Hier sind bereits zwei Namen genannt worden, nämlich die Beteiligungsgesellschaften EQT AB und Hellman & Friedman.
Der Auslöser hierfür war laut Bloomberg die schwedische Beteiligungsgesellschaft EQT, das hat dann die US-Amerikaner von Hellman & Friedman ins Spiel gebracht. Die Bewertung der Schufa liegt bei etwa zwei Milliarden Euro, schätzen Experten. Das ist offenbar nicht das erste Mal, dass über einen Verkauf gesprochen wird, zuvor sind die Verhandlungen aber gescheitert. Kommentieren wollte die Angelegenheit keiner der potenziell Beteiligten.
Politik wird wohl mitreden wollen
Die Aussicht darauf, dass die hochsensiblen Daten von Millionen von Deutschen in den Händen ausländischer Investoren landen könnten, dürfte Bürger und Politiker alles andere als begeistern. Sollte es zu konkreten Gesprächen und Verkaufsabsichten kommen, wird vor allem die Politik ein Wort mitreden wollen.Siehe auch:
- Sturm der Kritik: Schufa stoppt Konto-Schnüffel-Programm "CheckNow"
- "Konstruierter Skandal": Schufa reagiert dünnhäutig auf Kritik
- Nach Kritik: Schufa-Konto-Einsicht wird von Telefonica nicht fortgeführt
- Schufa möchte auf freiwilliger Basis Zugriff auf Kontoauszüge erhalten
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