Sturm der Kritik: Schufa stoppt Konto-Schnüffel-Programm "CheckNow"
Zugriff auf Girokonten zur Überprüfung der Bonität: Dieser feuchte Traum der Schufa ist im Sand verlaufen. Das Projekt "CheckNow", von Datenschützern scharf kritisiert, wird nach zähem Ringen gestoppt - aber nur, um es in angepasster Form wieder zu versuchen.
Doch damit nicht genug: Wie Tagesschau berichtet, hatte die Schufa eine weitere Einwilligung vorgesehen, mit der man sich eine umfassende Erlaubnis zur Einsicht aller Kontodaten und Aktivitäten erteilen lassen wollte. Aus Sicht der Schufa schlummert hier ein wahrer Datenschatz, da nicht nur Umsatzsummen, sondern auch Verwendungszwecke ausgewertet werden könnten. Risikofaktoren wie Umsätze in Bezug auf Glücksspiel oder Inkasso, Rücklastschriften und viele weitere Faktoren: das Ziel der Schufa war klar die Erstellung umfangreicher Persönlichkeitsprofile der Nutzer.
Was in der Welt der Wirtschaftsauskunftei natürlich wünschenswert klingt, wurde vom Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar mit Rückenwind vieler Landesdatenschützer schon zum ersten Test im November letzten Jahres scharf kritisiert. Die Schufa erwarte von "CheckNow"-Nutzern nicht weniger, als sich "vollkommen nackig" zu machen. Es sei damit zu rechnen, dass die Idee des "Superscore" auf Basis persönlichster Daten bei vielen Verbrauchern langfristigen Schaden anrichtet. Der einzige Projektpartner, Telefónica/O2, hatte die Zusammenarbeit nach kurzer Zeit gekündigt.
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Das Schufa Girokonto-Schnüffel-Programm wird so nicht kommen
Es gibt sehr viele Gründe, die zu einer schlechten Bewertung der Bonität bei der Schufa beitragen können. Mit "CheckNow" hatte das Unternehmen gegen einen wahren Sturm der Kritik seit letztem Jahr versucht, ein System einzuführen, das bei mangelnder Bonität eine - nach eigener Aussage - "zweite Chance" einräumt. Die Idee: Nutzer gewähren einer Schufa-Tochter freiwillig Zugriff auf das Konto, diese errechnet dann auf Basis der Umsätze einen Score für die Zahlungsfähigkeit. Liegt dieser Wert über den gespeicherten Daten, kann beispielsweise ein Handyvertrag abgeschlossen werden.Doch damit nicht genug: Wie Tagesschau berichtet, hatte die Schufa eine weitere Einwilligung vorgesehen, mit der man sich eine umfassende Erlaubnis zur Einsicht aller Kontodaten und Aktivitäten erteilen lassen wollte. Aus Sicht der Schufa schlummert hier ein wahrer Datenschatz, da nicht nur Umsatzsummen, sondern auch Verwendungszwecke ausgewertet werden könnten. Risikofaktoren wie Umsätze in Bezug auf Glücksspiel oder Inkasso, Rücklastschriften und viele weitere Faktoren: das Ziel der Schufa war klar die Erstellung umfangreicher Persönlichkeitsprofile der Nutzer.
Was in der Welt der Wirtschaftsauskunftei natürlich wünschenswert klingt, wurde vom Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar mit Rückenwind vieler Landesdatenschützer schon zum ersten Test im November letzten Jahres scharf kritisiert. Die Schufa erwarte von "CheckNow"-Nutzern nicht weniger, als sich "vollkommen nackig" zu machen. Es sei damit zu rechnen, dass die Idee des "Superscore" auf Basis persönlichster Daten bei vielen Verbrauchern langfristigen Schaden anrichtet. Der einzige Projektpartner, Telefónica/O2, hatte die Zusammenarbeit nach kurzer Zeit gekündigt.
Ganz aufgeben will man nicht
Und so darf es nicht verwundern, dass die Schufa nach der scharfen Kritik, aber wohl vor allem nach Verlust des einzigen Geschäftspartners, jetzt in Sachen "Check Now" zurückrudert. Die Idee: Die Berechnung des Scores auf Basis einer freiwillig erteilten Kontoeinsicht will man beibehalten aber Datenschutz-konformer vornehmen. Außerdem plane man "Endverbrauchern das Ergebnis der Kontoanalyse vorab mitzuteilen, sodass sie selbst entscheiden können, ob sie es an den (potenziellen) Vertragspartner übermitteln wollen oder nicht", so eine Konzernsprecherin laut Tagesschau. Man darf gespannt sein, ob man für diesen neuen Ansatz wieder Partner findet - und nach den vielen Negativ-Schlagzeilen wohl nach einem neuen Namen für das Programm Ausschau halten.Download GnuCash - Kostenlose Finanzsoftware
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