Chip-Industrie sucht verzweifelt Wege gegen den globalen Engpass
Nie zuvor habe es eine schlimmere Situation in der Chip-Industrie gegeben. So fasste nun auch der Aufsichtsratschef des größten chinesischen Auftragsherstellers die Lage zusammen und forderte die Branche zu einer größeren Kooperation auf.
So wichtig der Wettbewerb unter den Herstellern auch sein mag, derzeit dürfte es für die Halbleiter-Branche tatsächlich wichtiger sein, wieder halbwegs in die Lage zu kommen, den Bedarf zu decken, um das Vertrauen der Kunden hochzuhalten. In diese Richtung argumentierte Zhou Zixue, der an der Spitze von Semiconductor Manufacturing International Company (SMIC) steht, auf der chinesischen Chip-Messe SEMICON.
Eine weltweite Zusammenarbeit und Offenheit untereinander seien die Gebote der Stunde, führte er laut einem Bericht des Register aus. Aktuell müsse es für die Halbleiter-Hersteller in erster Linie darum gehen, den Markt wieder möglichst umfassend beliefert zu bekommen. Denn der Engpass schlägt auf immer mehr Sektoren durch. Anfangs waren es die Autohersteller, die reihenweise ihre Produktion herunterfahren mussten, weil sie nicht an genug Chips für die Fahrzeugelektronik kamen, inzwischen sind es die Tech-Unternehmen selbst, die die Auswirkungen zu spüren bekommen. Jüngstes Beispiel ist hier Samsung: Die Südkoreaner sind selbst ein Schwergewicht der Chipindustrie und haben trotzdem die Veröffentlichung eines Galaxy Note-Modells für dieses Jahr abgesagt.
Denn grundsätzlich lassen sich die meisten Halbleiter-Produkte weiterhin auch außerhalb Chinas produzieren, doch sind die dort angesiedelten Fertigungskapazitäten derzeit quasi unverzichtbar, wenn man den globalen Engpass überwinden will. Hinzu kommt, dass die Lage in anderen Regionen teils auch schwierig ist. Neben Einschränkungen durch die Corona-Krise wirken hier noch andere Faktoren. So ist ein guter Teil der US-Chipproduktion noch immer von den Folgen des massiven Kälteeinbruchs in Texas betroffen, auf den dort niemand vorbereitet war.
Eine weltweite Zusammenarbeit und Offenheit untereinander seien die Gebote der Stunde, führte er laut einem Bericht des Register aus. Aktuell müsse es für die Halbleiter-Hersteller in erster Linie darum gehen, den Markt wieder möglichst umfassend beliefert zu bekommen. Denn der Engpass schlägt auf immer mehr Sektoren durch. Anfangs waren es die Autohersteller, die reihenweise ihre Produktion herunterfahren mussten, weil sie nicht an genug Chips für die Fahrzeugelektronik kamen, inzwischen sind es die Tech-Unternehmen selbst, die die Auswirkungen zu spüren bekommen. Jüngstes Beispiel ist hier Samsung: Die Südkoreaner sind selbst ein Schwergewicht der Chipindustrie und haben trotzdem die Veröffentlichung eines Galaxy Note-Modells für dieses Jahr abgesagt.
Embargo ist ein Problem
Und wenn es um die Situation der Chipindustrie geht, landet man auch schnell bei der politischen Großwetterlage. Der SMIC-Manager selbst musste gar nicht groß auf das Embargo der USA gegen chinesische Hersteller eingehen. Vertreter verschiedener Unternehmen aus den USA, Europa und Japan hatten aufgezeichnete Stellungnahmen für die SEMICON-Eröffnung geschickt, in denen sie deutlich machten, wie dringend sie auf Chips aus China angewiesen sind.Denn grundsätzlich lassen sich die meisten Halbleiter-Produkte weiterhin auch außerhalb Chinas produzieren, doch sind die dort angesiedelten Fertigungskapazitäten derzeit quasi unverzichtbar, wenn man den globalen Engpass überwinden will. Hinzu kommt, dass die Lage in anderen Regionen teils auch schwierig ist. Neben Einschränkungen durch die Corona-Krise wirken hier noch andere Faktoren. So ist ein guter Teil der US-Chipproduktion noch immer von den Folgen des massiven Kälteeinbruchs in Texas betroffen, auf den dort niemand vorbereitet war.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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