Studie: Deutschland kriegt Informatik-Bildung auch 2021 nicht hin
Das Zeugnis ist vernichtend: Obwohl sich viele Teile der Gesellschaft über die Dringlichkeit scheinbar einig sind, spielt Informatik in deutschen Schulen immer noch kaum eine Rolle. Laut Studie der Gesellschaft für Informatik gibt es nur wenige Lichtblicke.
GI-Studie zur Informatik an Schulen
So gibt es in Deutschland zwischen Wissenschaft, der Wirtschaft und der Bevölkerung zwar einen klaren Konsens, dass Informatik in der schulischen Allgemeinbildung verankert werden sollte. Doch die Schlussfolgerung der Studie steht diesem formulierten Anspruch konträr gegenüber: "Auch fast (...) dreißig Jahre nach Gründung des World Wide Webs spielt die Informatik in deutschen Schulen kaum eine Rolle."
Dagegen setzten Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Baden-Württemberg, Bayern und das Saarland auf verbindlichen Informatikunterricht in der Sekundarstufe I, hier zeigen sich jedoch über alle Jahrgangsstufen hinweg enorme Unterschiede in Niveau und Breite des Angebots. Echter Vorreiter und klarer Lichtblick ist hier Sachsen. Seit 1992 gibt es hier das Pflichtfach Informatik, seit 2017 verbindlich für alle Schularten in den Klassenstufen 7 bis 10.
Das Fazit der Gesellschaft für Informatik: "Einer regen Diskussion zur Digitalisierung in der Gesellschaft zum Trotz fehlt insbesondere in der Bildung eine breitere Einsicht und Akzeptanz der verantwortlichen Stellen." Ein digital mündiger Bürger sei nur mit fundiertem "Urteilsvermögen in Bezug auf technische Entwicklungen" zu erreichen. Hier brauche es "systematische informatische Bildung".
GI-Studie zur Informatik an Schulen
Richtig schlechtes Grundniveau
In Deutschland wird sehr viel über die Dringlichkeit diskutiert, Bürger digital mündig zu machen. Bisher gab es dabei aber unter anderem keinen Überblick darüber, wie es um die Verankerung von informatischem Wissen im Unterricht in den verschiedenen Bundesländern bestellt ist. Genau hier legt jetzt die Gesellschaft für Informatik mit dem Informatik-Monitor eine detaillierte Studie vor, die sich auf aktuelle Zahlen stützt. Das Ergebnis zeichnet ein düsteres Bild.So gibt es in Deutschland zwischen Wissenschaft, der Wirtschaft und der Bevölkerung zwar einen klaren Konsens, dass Informatik in der schulischen Allgemeinbildung verankert werden sollte. Doch die Schlussfolgerung der Studie steht diesem formulierten Anspruch konträr gegenüber: "Auch fast (...) dreißig Jahre nach Gründung des World Wide Webs spielt die Informatik in deutschen Schulen kaum eine Rolle."
Große Unterschiede
Das föderale Bildungssystem bringt dabei mit sich, dass Bundesländer das Thema Informatikunterricht vor allem in der Sekundarstufe I vollständig unterschiedlich behandeln. Absolute Schlusslichter in Sachen Informatikunterricht sind hier Bremen und Hessen. Hier gibt es für Schüler der Sekundarstufe I auch im Jahr 2021 keine Angebote. Neun weitere Bundesländer beschränken sich darauf, das Angebot als Wahlfach anzubieten.Dagegen setzten Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Baden-Württemberg, Bayern und das Saarland auf verbindlichen Informatikunterricht in der Sekundarstufe I, hier zeigen sich jedoch über alle Jahrgangsstufen hinweg enorme Unterschiede in Niveau und Breite des Angebots. Echter Vorreiter und klarer Lichtblick ist hier Sachsen. Seit 1992 gibt es hier das Pflichtfach Informatik, seit 2017 verbindlich für alle Schularten in den Klassenstufen 7 bis 10.
Das Fazit der Gesellschaft für Informatik: "Einer regen Diskussion zur Digitalisierung in der Gesellschaft zum Trotz fehlt insbesondere in der Bildung eine breitere Einsicht und Akzeptanz der verantwortlichen Stellen." Ein digital mündiger Bürger sei nur mit fundiertem "Urteilsvermögen in Bezug auf technische Entwicklungen" zu erreichen. Hier brauche es "systematische informatische Bildung".
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