Nach Angriff aufs US-Parlament:
IT-Abteilung im Ausnahmezustand

Nach den jüngsten Ausschreitungen in der US-Hauptstadt Washington, D.C., bei denen Anhänger des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump in den Sitz des Parlaments eindrangen, befindet sich die dortige IT-Abteilung im Ausnahmezustand.
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Seit Tagen arbeiten die Angestellten in dem Bereich daran, mögliche Sicherheits-Probleme zu identifizieren, zu protokollieren und zu beheben. Auch die Hardware in den Büros und Tagungsräumen muss genau untersucht werden. Und teils auch ersetzt, da die eingedrungenen Personen auch verschiedene Geräte gestohlen haben.

Die physischen Schäden durch gestohlene oder beschädigte Systeme sind letztlich das geringere Problem, wie aus einem Bericht des US-Magazins Wired hervorgeht. Deutlich schwerer wiegt die Tatsache, dass überhaupt Unbefugte einen physischen Zugang zu den Arbeitsgeräten des Parlaments bekamen. So kann hier letztlich nicht ausgeschlossen werden, dass irgendwer die Situation nutzte, um Malware aufzuspielen, die irgendwann aktiv werden und die Arbeit von Abgeordneten ausspionieren kann.

Physischer Zugang für Unbefugte

Unklar ist derzeit auch noch, ob die Eindringlinge bereits Zugriff auf sensible Daten der Gesetzgeber genommen haben. Denn als die Trump-Anhänger in das Kapitol eindrangen, waren Abgeordnete und ihre Mitarbeiter ziemlich überrascht und erst einmal damit beschäftigt, sich persönlich in Sicherheit zu bringen. Dabei wurde es vielfach versäumt, sich aus den aktuell laufenden Systemzugängen an Arbeits-PCs abzumelden.

Die IT-Beschäftigten von Abgeordnetenhaus und Senat werden also noch einige Zeit damit beschäftigt sein, die möglichen Probleme aus dem Vorfall in der vergangenen Woche zu beseitigen. Wie lange dies dauern wird, ist aktuell noch unklar. Das bedeutet letztlich auch, dass die beiden wichtigsten Vertretungen der US-Bürger gerade in dieser kritischen Zeit über mehrere Tage nicht vollständig arbeitsfähig sein werden.

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