WhatsApp: EU-Nutzer müssen Daten nicht mit Facebook teilen (Update)

Das soziale Netzwerk Facebook hat WhatsApp bereits 2014 über­nom­men, bisher konnte der beliebte Messenger aber weitgehend eigenständig agieren, ein Datenaustausch mit Facebook konnte abgelehnt werden. Das ändert sich ab Februar, denn neue Nutzungsbedingungen treten in Kraft.
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Update 17:20 Uhr: Facebook hat sich dazu zu Wort gemeldet und hat uns ein Statement geschickt, in dem man betont, dass das nicht für EU-Nutzer gilt: "Gerne möchten wir Sie darauf hinweisen, dass das in der EU nicht der Fall ist: In der EU gibt es ein separates Privacy Policy Update, laut welchem die Daten von WhatsApp-Nutzern weiterhin nicht mit Facebook geteilt werden."

WhatsApp weiter: "Es gibt keine Änderungen an den Praktiken der Datenweitergabe von WhatsApp in der europäischen Region (einschließlich Großbritannien), die sich aus den aktualisierten Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien ergeben. Um jeden Zweifel auszuschließen, gilt weiterhin, dass WhatsApp keine WhatsApp-Nutzerdaten aus der europäischen Region mit Facebook teilt, damit Facebook diese Daten zur Verbesserung seiner Produkte oder Werbung nutzen kann." (Anmerkung: Unbearbeitete Übersetzung via DeepL).

WhatsApp AGB-Benachrichtigung
WhatsApp ist mittlerweile seit vielen Jahren eine Tochter von Facebook und es ist eigentlich erstaunlich, dass das soziale Netzwerk den nun angekündigten Schritt erst jetzt durchführt. Denn wer derzeit die WhatsApp-Anwendung auf seinem Smartphone startet, wird mit einem Hinweis auf aktualisierte Nutzungsbedingungen und Datenschutzrichtlinien begrüßt. Diese muss man akzeptieren, wenn man WhatsApp weiterhin verwenden will.

Details gibt es in einem Update auf der Webseite von WhatsApp, dort findet man auch die Links zu den genauen Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrichtlinie. Der Dienst betont hier erwartungsgemäß, dass der "Respekt für deine Privatsphäre bei uns an erster Stelle" steht. WhatsApp: "Seit dem Start von WhatsApp sind wir bestrebt, unsere Dienste unter Beachtung einer Reihe von strengen Datenschutz-Prinzipien aufzubauen."

Facebook-Erlaubnis keine Wahl mehr

Im Wesentlichen erlauben die neuen AGB Facebook, die Daten von WhatsApp komplett zu nutzen, und zwar für und bei allen zum Unternehmen gehörenden Plattformen. Dazu heißt es in der Datenschutzrichtlinie: "WhatsApp muss einige Informationen erhalten oder erheben, um unsere Dienste zu betreiben, anzubieten, zu verbessern, zu verstehen, zu individualisieren, zu unterstützen und zu vermarkten. Dies geschieht u. a., wenn du unsere Dienste installierst, nutzt oder auf sie zugreifst."

Das ist allerdings nicht wirklich neu, Nutzer hatten bisher aber die Möglichkeit, dieser Art der Datennutzung zu widersprechen bzw. das explizit auszuschließen. Das ist ab dem 8. Februar 2021 aber eben nicht mehr möglich. Denn ab sofort muss man diesen Passus schlucken - oder auf die Nutzung von WhatsApp verzichten.
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