Volkswagen: Wasserstoff ist im Individual-Verkehr schlicht Unsinn
Der Automobilkonzern Volkswagen ist mit einer Stellungnahme vorgeprescht und hat sich einmal mehr weitgehend gegen den Kurs der restlichen Automobilbranche gestellt. Wasserstoff und alternative Kraftstoffe sollen demnach von der Agenda gestrichen werden.
Entsprechende Aussagen gab es in einer vertraulichen Stellungnahme des Unternehmens gegenüber dem Bundesumweltministerium, die der Süddeutschen Zeitung vorliegen. In der Sache geht es um die Erarbeitung einer gesetzlichen Regelung, mit der die EU-Vorgaben zur stärkeren Nutzung regenerativer Energien im Verkehrsbereich umgesetzt werden sollen. In einem solchen Gesetzgebungsprozess ist es üblich, dass alle möglichen Beteiligten und Betroffenen Stellungnahmen einreichen.
Im Zuge dessen hat unter anderem der einflussreiche Auto-Branchenverband VDA gefordert, dass die Ziele für Wasserstoff und alternative Kraftstoffe höher angesetzt werden. Das Vorhaben, mit regenerativen Energien Wasserstoff oder synthetische Kraftstoffe herzustellen und damit PKW anzutreiben, ist nach Ansicht von VW aber "unsinnig". Die "sogenannten Potenziale dieser Alternativen beim flüssigen Kraftstoff (werden) im allgemeinen massiv überschätzt", heißt es in dem Papier aus Wolfsburg.
Das drückt sich auch in der Elektro-Strategie des Unternehmens selbst aus. Wasserstoff-Fahrzeuge sucht man hier vergebens. Stattdessen setzt VW voll auf Akkutechnik. Aus Sicht VWs wäre es sinnvoller, wenn die Politik sich auf diese konzentriert und die Infrastruktur konzentriert ausbaut, statt sich auf verschiedenen Technologie-Pfaden zu verzetteln. Das spricht nicht gegen die Idee, für Schwerlast- und Langstrecken-Transporte auf Wasserstoff zu setzen - dafür würde aber ein Netz von rund 150 Tankstellen bundesweit ausreichen.
Die Stoßrichtung VWs deckt sich damit auch mit der Einschätzung verschiedener Experten aus der Wissenschaft. Die Wirtschaftsprofessorin Claudia Kemfert, die schon lange zu den ökonomischen Fragen der Energiewende forscht, verwehrte sich beispielsweise mehrfach dagegen, Wasserstoff als das neue Öl zu bezeichnen. Es sei vielmehr der "Champagner unter den Energieformen".
Im Zuge dessen hat unter anderem der einflussreiche Auto-Branchenverband VDA gefordert, dass die Ziele für Wasserstoff und alternative Kraftstoffe höher angesetzt werden. Das Vorhaben, mit regenerativen Energien Wasserstoff oder synthetische Kraftstoffe herzustellen und damit PKW anzutreiben, ist nach Ansicht von VW aber "unsinnig". Die "sogenannten Potenziale dieser Alternativen beim flüssigen Kraftstoff (werden) im allgemeinen massiv überschätzt", heißt es in dem Papier aus Wolfsburg.
Wasserstoff bitte da, wo es sinnvoll ist
Bei VW hat man gar nichts dagegen, dass der Wasserstoff-Sektor ausgebaut wird. Dieser könnte aus Sicht des Autokonzerns aber besser eingesetzt werden, um "Industrien wie Stahl, Chemie oder Zement" klimaschonender zu machen. Im Individualverkehr habe die Technologie hingegen nichts zu suchen und würde hier keine Vorteile gegenüber der Akku-Technik bieten.Das drückt sich auch in der Elektro-Strategie des Unternehmens selbst aus. Wasserstoff-Fahrzeuge sucht man hier vergebens. Stattdessen setzt VW voll auf Akkutechnik. Aus Sicht VWs wäre es sinnvoller, wenn die Politik sich auf diese konzentriert und die Infrastruktur konzentriert ausbaut, statt sich auf verschiedenen Technologie-Pfaden zu verzetteln. Das spricht nicht gegen die Idee, für Schwerlast- und Langstrecken-Transporte auf Wasserstoff zu setzen - dafür würde aber ein Netz von rund 150 Tankstellen bundesweit ausreichen.
Die Stoßrichtung VWs deckt sich damit auch mit der Einschätzung verschiedener Experten aus der Wissenschaft. Die Wirtschaftsprofessorin Claudia Kemfert, die schon lange zu den ökonomischen Fragen der Energiewende forscht, verwehrte sich beispielsweise mehrfach dagegen, Wasserstoff als das neue Öl zu bezeichnen. Es sei vielmehr der "Champagner unter den Energieformen".
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Christian Kahle
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