Aufklärung aus der Luft: Polizei NRW setzt auf 106 Drohnen mit Kameras
Die Polizei in Nordrhein-Westfalen steckt rund eine Million Euro in ein groß angelegtes Drohnen-Projekt. Dabei werden 106 Drohnen mit eingebauten Kameras angeschafft und 270 Polizisten zu "Fernpiloten" ausgebildet.
Das hat NRW-Innenminister Herbert Reul bekannt gegeben. Reul stellte das Projekt heute vor und beschwichtigt dabei gleich, dass man dabei nicht möchte, dass man nun die Drohnen mit dem Stichwort "Überwachungsstaat" in Verbindung bringe. Die Drohnen sollen bei der Polizei dabei vor allem bei der täglichen Arbeit zum Einsatz kommen, zum Beispiel beim Filmen von Unfallstellen, beim Suchen von Vermissten und so weiter. Die Drohnen kommen der Aufklärung und Analyse zugute. "Drohnen machen die Arbeit der Polizei an vielen Stellen einfacher und erweitern ihre Möglichkeiten - gerade, wenn es um die Verfolgung von Tätern, die Aufklärung und Beweissicherung von Straftaten oder die Aufnahme von Verkehrsunfällen geht", sagte Reul bei einer Pressekonferenz, bei der das Projekt vorgestellt wurde.
NRW wird in den kommenden Monaten noch weiter prüfen, für welche Einsätze sich die Drohnen als hilfreich erweisen. Im Rahmen der Erprobung in den letzten Wochen hatte man dabei auch Drohnen eingesetzt, um Menschenansammlungen auf die Corona-Schutzmaßnahmen und Mindestabstände hinzuweisen. Solche eher präventiven Einsätze sollen aber eher die Ausnahme sein. Laut dem Innenminister habe man dagegen sehr gute Erfahrungen gesammelt, als die Drohnen bei einer Bombenräumung in Dortmund eingesetzt wurden. So konnte die Polizei schnell und sicher abklären, ob sich im Gefahrenbereich noch Personen befanden oder nicht. Weitere Drohnen-News:
NRW Polizei-Drohnen
Drohnen machen Ermittlungen einfacher
Im kommenden Jahr wird dabei zunächst das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) die 16 Kriminaltechnischen Untersuchungsstellen (KTU), die Tatortvermessungsgruppe des Landeskriminalamtes sowie die Bereitschaftspolizei mit 76 Drohnen ausstatten. 186 Fernpiloten werden in diesem Rahmen ausgebildet.Drohnen bekommen Polizei-Aufkleber
Weitere 30 Drohnen und 90 Fernpiloten sind dann für die Verkehrsunfallaufnahme-Teams der Kreispolizeibehörden vorgesehen. Eine flächendeckende Ausstattung jedes Streifenwagens mit einer Drohne erfolge dabei jedoch nicht, betonte Reul. Dafür werden die Drohnen den aktuellen Plänen nach aber auch mit den bekannten Polizei-Farben und dem Schriftzug versehen, so dass man schon von weitem erkennen kann, dass es sich um eine Drohne im offiziellen Polizei-Einsatz handelt.NRW wird in den kommenden Monaten noch weiter prüfen, für welche Einsätze sich die Drohnen als hilfreich erweisen. Im Rahmen der Erprobung in den letzten Wochen hatte man dabei auch Drohnen eingesetzt, um Menschenansammlungen auf die Corona-Schutzmaßnahmen und Mindestabstände hinzuweisen. Solche eher präventiven Einsätze sollen aber eher die Ausnahme sein. Laut dem Innenminister habe man dagegen sehr gute Erfahrungen gesammelt, als die Drohnen bei einer Bombenräumung in Dortmund eingesetzt wurden. So konnte die Polizei schnell und sicher abklären, ob sich im Gefahrenbereich noch Personen befanden oder nicht. Weitere Drohnen-News:
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Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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