BlueLeaks: Polizei Sachsen beschlagnahmt Server von US-Aktivisten
Die sächsische Polizei hat einen Server beschlagnahmt, der ihren Kollegen aus den USA ein Dorn im Auge war. Genutzt wurde das System von einer Aktivistengruppe, die interne Unterlagen von Polizeibehörden öffentlich machte.
Die fragliche Gruppe nennt sich selbst Distributed Denial of Secrets (DDoSecrets) und ist entfernt mit Wikileaks vergleichbar. Die Behördendokumente veröffentlichte man unter dem Aktionsnamen BlueLeaks. Nun teilte ein Nutzer mit dem Pseudonym Emma Best mit, dass ein Server der Gruppe beschlagnahmt wurde. Dahinter sollen die Strafverfolgungsbehörden aus der sächsischen Stadt Zwickau stehen. Das lässt darauf schließen, dass das fragliche System im dort angesiedelten Datenzentrum des Hosters Hetzner stand.
Bisher ist nicht genau bekannt, auf welcher Rechtsgrundlage die Polizei in Sachsen aktiv wurde. Der Hoster hat seine Kunden lediglich darüber informiert, dass der Server beschlagnahmt worden sei und man erst jetzt eine entsprechende Mitteilung verschicken durfte. Dazu gab es den Verweis auf die zuständige Staatsanwaltschaft und das Aktenzeichen. Weitergehende Informationen erhielt weder Emma Best noch die hiesige Presse auf Anfrage.
Die Beschlagnahmung ist nach Angaben Emma Bests allerdings lediglich ein kleiner Rückschlag. Auf solch einen Fall habe man sich seit längerer Zeit vorbereitet. Auf dem Server seien außerdem nur die Informationen gelagert gewesen, die ohnehin öffentlich gemacht wurden. Daten zu Quellen enthielt das System demnach nicht, so dass Whistleblower nicht gefährdet seien.
Bisher ist nicht genau bekannt, auf welcher Rechtsgrundlage die Polizei in Sachsen aktiv wurde. Der Hoster hat seine Kunden lediglich darüber informiert, dass der Server beschlagnahmt worden sei und man erst jetzt eine entsprechende Mitteilung verschicken durfte. Dazu gab es den Verweis auf die zuständige Staatsanwaltschaft und das Aktenzeichen. Weitergehende Informationen erhielt weder Emma Best noch die hiesige Presse auf Anfrage.
Keine Daten zu Quellen
Auf dem Server wurden insgesamt rund 270 Gigabyte Daten vorgehalten, berichtete Netzpolitik.org. Diese setzten sich aus hunderttausenden Dokumenten zusammen, die von über 200 Polizeibehörden aus den USA stammten. Das Ziel besteht darin, die Arbeit der Behörden transparenter und nachvollziehbarer zu machen - auch um Missstände aufdecken zu können. So wurde unter anderem sichtbar, wie Beamte soziale Protestbewegungen auf den Social Media-Plattformen überwachen.Die Beschlagnahmung ist nach Angaben Emma Bests allerdings lediglich ein kleiner Rückschlag. Auf solch einen Fall habe man sich seit längerer Zeit vorbereitet. Auf dem Server seien außerdem nur die Informationen gelagert gewesen, die ohnehin öffentlich gemacht wurden. Daten zu Quellen enthielt das System demnach nicht, so dass Whistleblower nicht gefährdet seien.
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