Google-Mitarbeiter fordern Kündigung von Verträgen mit Polizei
Mehr als 1600 Mitarbeiter von Google und dessen Mutterkonzern Alphabet haben einen offenen Brief an CEO Sundar Pichai unterzeichnet, in dem sie die Einstellung der Zusammenarbeit mit Polizeibehörden in den USA fordern. Google und Alphabet sollen Verträge mit der Polizei beenden.
In dem Schreiben, das von einer Gruppe namens "Googlers Against Racism" an Pichai adressiert wurde, ist davon die Rede, dass der Umgang mit Rassismus nicht nur mit Worten geführt werden könne, sondern eine Abschaffung jener Strukturen voraussetzt, die ihn fördern. Die Mitarbeiter würden schwierige, aber nötige Gespräche mit den Menschen führen, die sie umgeben, während sie von Googles bisherigem Umgang mit dem Thema extrem enttäuscht seien.
Statt nur pauschale Forderungen zu stellen, werden in dem offenen Brief der Google-Mitarbeiter sogar konkrete Verträge genannt, die zwischen Google und bestimmten Polizeibehörden in den USA bestehen. So verlangen sie unter anderem das Ende der Bereitstellung von Cloud-Diensten für Polizeibehörden im US-Bundesstaat New York und Arizona. Diese wurden bereits 2015 wegen illegaler Überwachung von Bürgerrechtlern verklagt oder sind an der Überwachung der mexikanischen Grenze beteiligt.
Google und Alphabet könnten nicht gleichzeitig "Black Lives Matter" rufen und zur Kriminalisierung der Existenz von Menschen mit dunkler Hautfarbe beitragen, so die Kritiker. Eine offizielle Antwort des Managements auf das von mehr als 1650 Mitarbeitern unterzeichnete Schreiben an Sundar Pichai steht noch aus. In einer Stellungnahme gegenüber US-Medien lehnte ein Unternehmenssprecher es aber ab, die Zusammenarbeit mit der US-Regierung, Polizei und anderen Behörden einzustellen.
Der Konzernsprecher verwies auf die internen Ethik-Richtlinien des Unternehmens, in denen unter anderem festgelegt sei, dass Technologien aus dem Bereich der Gesichtserkennung nicht kommerziell vertrieben werden. Auch bei der Verwendung von KI-Technologie gebe es Einschränkungen, die eine Verwendung zum Zweck der Überwachung unterbinden sollen. Gleichzeitig betonte der Google-Vertreter aber auch, dass der Konzern Dienste wie Gmail, GSuite und die Google Cloud-Plattform weiterhin für Regierungen und lokale Behörden anbieten werde - inklusive der Polizei.
Statt nur pauschale Forderungen zu stellen, werden in dem offenen Brief der Google-Mitarbeiter sogar konkrete Verträge genannt, die zwischen Google und bestimmten Polizeibehörden in den USA bestehen. So verlangen sie unter anderem das Ende der Bereitstellung von Cloud-Diensten für Polizeibehörden im US-Bundesstaat New York und Arizona. Diese wurden bereits 2015 wegen illegaler Überwachung von Bürgerrechtlern verklagt oder sind an der Überwachung der mexikanischen Grenze beteiligt.
Mitarbeiter sehen Widersprüche in Googles Verhalten
Die Unterzeichner des Briefs kritisieren unter anderem, dass die Kooperation mit Polizeibehörden, die für ihre fragwürdigen Methoden bekannt sind, in starkem Kontrast zu den von Google-Chef Pichai und anderen Alphabet-Managern getätigten Aussagen rund um das Thema Gleichberechtigung von Menschen verschiedener Hautfarben stehen. So hatte Google zwar hunderte Millionen für die Förderung von afroamerikanischen Unternehmern und YouTube-Nutzern zur Verfügung gestellt, profitiert gleichzeitig aber von Einnahmen aus den Verträgen mit der Polizei.Google und Alphabet könnten nicht gleichzeitig "Black Lives Matter" rufen und zur Kriminalisierung der Existenz von Menschen mit dunkler Hautfarbe beitragen, so die Kritiker. Eine offizielle Antwort des Managements auf das von mehr als 1650 Mitarbeitern unterzeichnete Schreiben an Sundar Pichai steht noch aus. In einer Stellungnahme gegenüber US-Medien lehnte ein Unternehmenssprecher es aber ab, die Zusammenarbeit mit der US-Regierung, Polizei und anderen Behörden einzustellen.
Der Konzernsprecher verwies auf die internen Ethik-Richtlinien des Unternehmens, in denen unter anderem festgelegt sei, dass Technologien aus dem Bereich der Gesichtserkennung nicht kommerziell vertrieben werden. Auch bei der Verwendung von KI-Technologie gebe es Einschränkungen, die eine Verwendung zum Zweck der Überwachung unterbinden sollen. Gleichzeitig betonte der Google-Vertreter aber auch, dass der Konzern Dienste wie Gmail, GSuite und die Google Cloud-Plattform weiterhin für Regierungen und lokale Behörden anbieten werde - inklusive der Polizei.
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