Apple: Epic-Klage ist nur ein PR-Stunt, um Fortnite populärer zu machen
Seit gut einem Monat tobt die Schlacht zwischen Epic Games und Apple, diese hat damit begonnen, dass der Fortnite-Macher seine eigene Bezahllösung gestartet hat. Das war ein kalkulierter Affront gegen Apple und die Kalifornier reagierten prompt auf die Provokation.
Fortnite wurde aus dem App Store geworfen und die Kalifornier haben auch möglichst alle Verbindungen (aber auch nicht alle) zu Epic Games und deren Angeboten gekappt. Seither liegt die Sache beim Gericht und auch dort geht es ungewöhnlich rustikal zur Sache. Denn die Anwälte von Apple nehmen sich kaum ein Blatt vor den Mund.
Apples Rechtsvertreter sparen auch nicht mit verhältnismäßig blumigen bzw. bildhaften Formulierungen: "Epic hat ein Feuer entzündet, goss Benzin darauf und bittet nun dieses Gericht um Nothilfe beim Löschen." Die Anwälte des Konzerns geben zu bedenken, dass Epic es selbst in der Hand habe, die Sache sofort zu beenden: "Epic kann dies sofort selbst tun, indem es einfach die Vertragsbedingungen einhält, die seine Beziehung zu Apple seit Jahren gewinnbringend regeln."
Apple erläutert, dass mit Juli 2020 das Interesse an Fortnite im Vergleich zum Oktober 2019 um 70 Prozent nachgelassen habe: "Diese Klage (und die Schlagzeilen, die sie generiert hat) scheinen Teil einer Marketingkampagne zu sein, die das Interesse an Fortnite wiederbeleben soll. Wenn Epic wirklich besorgt wäre, dass es durch diesen Streit einen Schaden seines Rufs erleidet, würde es sich nicht auf diese aufwendigen Bemühungen einlassen, ihn bekannt zu machen."
Apple: Epic ist selbst schuld
Aktuell wurden dem zuständigen Gericht neue Argumente vorgelegt und dort machen die Anwälte von Apple klar, wofür sie die Klage halten, nämlich für einen billigen PR-Stunt. Wie The Verge berichtet, argumentiert Apple in einem neuen, 37-seitigen Schreiben an das Gericht, dass der von Epic beklagte Schaden "vollständig selbst herbeigeführt" worden sei.Epic Games trollt Apple mit einem "1984" Fortnite-Video
Apples Rechtsvertreter sparen auch nicht mit verhältnismäßig blumigen bzw. bildhaften Formulierungen: "Epic hat ein Feuer entzündet, goss Benzin darauf und bittet nun dieses Gericht um Nothilfe beim Löschen." Die Anwälte des Konzerns geben zu bedenken, dass Epic es selbst in der Hand habe, die Sache sofort zu beenden: "Epic kann dies sofort selbst tun, indem es einfach die Vertragsbedingungen einhält, die seine Beziehung zu Apple seit Jahren gewinnbringend regeln."
Fortnite ist auf dem absteigenden Ast
Etwas später heißt es: "Epic hätte jeden weiteren Schaden für Fortnite und Unreal Engine vermeiden können - mit einem einfachen Tastendruck." Doch es wird noch besser: Denn Apple erklärt auch deutlich, warum man das für einen PR-Maßnahme hält: "Aus Gründen, die nichts mit den Behauptungen von Epic in Richtung Apple zu tun haben, nimmt die Popularität von Fortnite ab."Apple erläutert, dass mit Juli 2020 das Interesse an Fortnite im Vergleich zum Oktober 2019 um 70 Prozent nachgelassen habe: "Diese Klage (und die Schlagzeilen, die sie generiert hat) scheinen Teil einer Marketingkampagne zu sein, die das Interesse an Fortnite wiederbeleben soll. Wenn Epic wirklich besorgt wäre, dass es durch diesen Streit einen Schaden seines Rufs erleidet, würde es sich nicht auf diese aufwendigen Bemühungen einlassen, ihn bekannt zu machen."
Die letzten Entwicklungen im Fall Epic vs. Apple:
- Apple: Gegenklage bezeichnet Epic als dreist, gierig und heuchlerisch
- Gericht soll Apples "Vergeltungsmaßnahme" gegen Epic Games stoppen
- Apple greift durch: Fortnite-Entwickler Epic aus App Store verbannt (Update)
- Epic scheitert vor Gericht: Fortnite-Sperrung durch Apple in Ordnung
- Microsoft mischt sich in Streit mit Apple ein und verteidigt Epic Games
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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