Weniger Briefe: Deutsche Post will am Montag nicht mehr zustellen
Die Deutsche Post will zukünftig nicht mehr so oft wie bisher Briefe und verwandte Sendungen zustellen. Privatkunden müssen damit rechnen, dass der Briefkasten nicht nur am Sonntag, sondern auch Montags leer bleibt.
Aktuell laufen auf politischer Ebene die Verhandlungen über ein neues Postgesetz. Laut Post-Vorstand Tobias Meyer gehört die Verkürzung der Zustellpflichten dabei zu einem der Themen, die seitens des Unternehmens in die Diskussion gebracht werden. "Für uns stellt sich schon die Frage, ob wir in Deutschland am Montag eine flächendeckende Briefzustellung brauchen", sagte er im Interview mit der Tageszeitung Welt.
In den Überlegungen geht es ausschließlich um private Empfänger. Firmen sollen hingegen weiterhin auch Montags Briefe und andere kleinere Sendungen bekommen. Der Schritt wäre letztlich eine Konsequenz aus der Tatsache, dass die Briefsendungen immer weiter abnehmen - zuletzt um immerhin 11 Prozent. Das Paketgeschäft legte hingegen erneut deutlich zu, so dass hier wohl eher Zusteller gebraucht werden als bei den Briefen.
Im Paketgeschäft sieht Meyer derweil keine Probleme - obwohl Amazon als größter Kunde in dem Bereich gerade damit beschäftigt ist, sein komplett eigenes Liefersystem aufzubauen. Meyer erklärte, dass die Menge der Sendungen, die durch den Rückzug des Handelskonzerns wegfallen, durch neue Auftraggeber mehr als kompensiert wird, so dass das Wachstum anhält.
In den Überlegungen geht es ausschließlich um private Empfänger. Firmen sollen hingegen weiterhin auch Montags Briefe und andere kleinere Sendungen bekommen. Der Schritt wäre letztlich eine Konsequenz aus der Tatsache, dass die Briefsendungen immer weiter abnehmen - zuletzt um immerhin 11 Prozent. Das Paketgeschäft legte hingegen erneut deutlich zu, so dass hier wohl eher Zusteller gebraucht werden als bei den Briefen.
Amazon-Rückzug wird verkraftet
Die Briefzustellung ist als einer der Universaldienste für den Bürger gesetzlich geregelt. Damit steht die Post in der Pflicht, mindestens die im Gesetz vorgegebenen Services anzubieten. Das ist das gleiche Prinzip wie bei der Versorgung mit Strom und Wasser, wo die Anbieter auch dafür sorgen müssen, dass jeder Verbraucher beliefert werden kann. Allerdings ist die Zustellung über die Jahrzehnte hinweg ohnehin immer weiter zurückgegangen. Zu Zeiten, als es noch keine Telefone gab, kam der Briefträger teils mehrmals täglich vorbei und die Laufzeiten waren oft auch niedriger als heute.Im Paketgeschäft sieht Meyer derweil keine Probleme - obwohl Amazon als größter Kunde in dem Bereich gerade damit beschäftigt ist, sein komplett eigenes Liefersystem aufzubauen. Meyer erklärte, dass die Menge der Sendungen, die durch den Rückzug des Handelskonzerns wegfallen, durch neue Auftraggeber mehr als kompensiert wird, so dass das Wachstum anhält.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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