Deutsche Post ist extrem stark von Amazon abhängig geworden
Die Deutsche Post und ihre Paket-Tochter DHL sind in sehr viel höherem Maße abhängig von Amazon, als es bislang zugegeben wurde. Während der Konzernchef noch vor wenigen Tagen davon sprach, dass es keinen besonders bedeutenden Kunden gebe, zeichnet ein internes Papier, das dem Handelsblatt vorliegt, ein gänzlich anderes Bild.
"Kein Kunde hat bei uns mehr als zwei Prozent unseres Gesamtumsatzes", hatte die Wirtschaftswoche gerade noch den Post-Chef Frank Appel zitiert. Entweder hat er in dem Interview schlicht die Unwahrheit gesagt, oder Amazon bekäme einen extrem günstigen Tarif bei der DHL. Denn aus dem besagten Vorstandspapier geht hervor, dass 17,6 Prozent aller Pakete, die von dem Logistiker zugestellt werden, aus den Amazon-Versandzentren kommen. Und darin sind die Verkäufe, die über den Marketplace laufen und nicht direkt von Amazon verschickt werden noch gar nicht enthalten.
In absoluten Zahlen entspricht das direkte Amazon-Aufkommen bei der DHL 253 Millionen Paketen. Durchschnittlich zahlt der E-Commerce-Konzern dabei pro Sendung ein Porto in Höhe von 2,55 Euro, wovon dann laut Buchhaltung 21 Cent Gewinn übrig bleiben. Das Unternehmen bekommt also durchaus einen recht ordentlichen Mengenrabatt.
Hinzu kommt, dass Amazon inzwischen in den großen Metropolregionen auch schon sehr viele Pakete in Eigenregie zu den Kunden bringt. Allein dies soll für die Post bereits bedeuten, dass der Vorsteuergewinn binnen der kommenden fünf Jahre um 115 Millionen Euro niedriger ausfällt. Die Folge dürfte sein, dass die DHL kaum eine andere Wahl haben wird, als auf die Forderungen Amazons einzugehen, was dann wiederum noch mehr Druck auf die Paketboten bedeuten dürfte.
In absoluten Zahlen entspricht das direkte Amazon-Aufkommen bei der DHL 253 Millionen Paketen. Durchschnittlich zahlt der E-Commerce-Konzern dabei pro Sendung ein Porto in Höhe von 2,55 Euro, wovon dann laut Buchhaltung 21 Cent Gewinn übrig bleiben. Das Unternehmen bekommt also durchaus einen recht ordentlichen Mengenrabatt.
Druck von mehreren Seiten
Trotzdem steigert Amazon in letzter Zeit den Druck auf den Logistik-Partner. Das Unternehmen will unbedingt noch höhere Rabatte aushandeln und droht quasi damit, die DHL ansonsten einfach sitzen zu lassen. Seit einiger Zeit wird so bereits auch per Hermes versendet. Die DHL bietet hier zwar eine höhere Qualität bei den Zustellungen, doch rechtfertigt das nach Argumentation längst nicht alles, was an dem gelben Logistiker teurer ist.Hinzu kommt, dass Amazon inzwischen in den großen Metropolregionen auch schon sehr viele Pakete in Eigenregie zu den Kunden bringt. Allein dies soll für die Post bereits bedeuten, dass der Vorsteuergewinn binnen der kommenden fünf Jahre um 115 Millionen Euro niedriger ausfällt. Die Folge dürfte sein, dass die DHL kaum eine andere Wahl haben wird, als auf die Forderungen Amazons einzugehen, was dann wiederum noch mehr Druck auf die Paketboten bedeuten dürfte.
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Amazons Aktienkurs in Euro
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