Microsoft ist raus: Der US-Teil TikToks geht an Trump-Supporter
Microsoft wird nun doch nicht zum Betreiber des Video-Netzwerkes TikTok in den USA und einigen anderen Märkten. Die chinesische Betreiberfirma ByteDance hat das Angebot aus Redmond abgelehnt und sich für einen anderen Partner entschieden.
Infografik TikTok: Nutzer weltweit und in Deutschland
In wenigen Tagen wird es ByteDance aufgrund eines Präsidentenerlasses untersagt sein, das Social Network in den USA weiter in der bisherigen Form zu betreiben. In Washington störte man sich vor allem an der Tatsache, dass die Daten von Millionen US-Bürgern durch ein chinesisches Unternehmen erhoben und ausgewertet werden. Microsoft zeigte sich daraufhin bereit, den Betrieb der Plattform in den englischsprachigen Märkten zu übernehmen, das darauf abzielende Übernahmeangebot wurde nun aber endgültig abgewiesen, berichtet die New York Times unter Berufung auf Vertreter des Redmonder Konzerns und andere Quellen, die an den Verhandlungen beteiligt waren.
Stattdessen soll nun der Software-Konzern Oracle in die Bresche springen. Dem Vernehmen nach werde der Datenbank-Hersteller die Rolle eines Technologie-Partners übernehmen. Was das genau heißt, ist derzeit aber noch ebenso unbekannt, wie die übrigen Bestandteile des Vertrages. Offizielle Aussagen zu dem Thema gibt es derzeit weder von ByteDance noch von Oracle.
Was deutlich stärker für Oracle spricht, sind hingegen die Beziehungen des Firmenchefs Larry Ellison zum US-Präsidenten. Dieser gehört schon länger zum Kreis der großen Unterstützer Donald Trumps. Insofern kann man bei ByteDance davon ausgehen, dass ein Deal mit Oracle zumindest dafür sorgen dürfte, dass man im Weißen Haus nicht mehr als Bedrohung für die nationale Sicherheit wahrgenommen wird.
Infografik TikTok: Nutzer weltweit und in Deutschland
In wenigen Tagen wird es ByteDance aufgrund eines Präsidentenerlasses untersagt sein, das Social Network in den USA weiter in der bisherigen Form zu betreiben. In Washington störte man sich vor allem an der Tatsache, dass die Daten von Millionen US-Bürgern durch ein chinesisches Unternehmen erhoben und ausgewertet werden. Microsoft zeigte sich daraufhin bereit, den Betrieb der Plattform in den englischsprachigen Märkten zu übernehmen, das darauf abzielende Übernahmeangebot wurde nun aber endgültig abgewiesen, berichtet die New York Times unter Berufung auf Vertreter des Redmonder Konzerns und andere Quellen, die an den Verhandlungen beteiligt waren.
Stattdessen soll nun der Software-Konzern Oracle in die Bresche springen. Dem Vernehmen nach werde der Datenbank-Hersteller die Rolle eines Technologie-Partners übernehmen. Was das genau heißt, ist derzeit aber noch ebenso unbekannt, wie die übrigen Bestandteile des Vertrages. Offizielle Aussagen zu dem Thema gibt es derzeit weder von ByteDance noch von Oracle.
Weiter weg von Social Media geht kaum
Über den Grund der Entscheidung lässt sich entsprechend nur spekulieren. Klar ist, dass Oracle eigentlich keinerlei Erfahrungen im Betrieb eines Social Networks hat. Das Kerngeschäft des Unternehmens besteht immerhin in der Entwicklung und dem Betrieb von Datenbank-Infrastrukturen und anderen Business-Anwendungen für große Unternehmen. Niemand käme wohl auf die Idee, den Konzern mit einem hippen Consumer-Produkt für vorrangig junge User in Verbindung zu bringen.Was deutlich stärker für Oracle spricht, sind hingegen die Beziehungen des Firmenchefs Larry Ellison zum US-Präsidenten. Dieser gehört schon länger zum Kreis der großen Unterstützer Donald Trumps. Insofern kann man bei ByteDance davon ausgehen, dass ein Deal mit Oracle zumindest dafür sorgen dürfte, dass man im Weißen Haus nicht mehr als Bedrohung für die nationale Sicherheit wahrgenommen wird.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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