GameStop: Neue Konsolen könnten der Kette den Todesstoß bringen

Gaming, Spiele, Handel, Gamestop Bildquelle: BentleyMall (CC BY-SA 3.0)
Die angeschlagene Spielekette GameStop scheint weiter auf ihren end­gül­ti­gen Untergang hinzusteuern. Das Management gibt angesichts der be­vor­stehenden neuen Konsolen-Generation zwar Durchhalteparolen aus, die aber doch recht zweifelhaft sind. GameStop musste bereits eine Reihe von Spieleläden schließen und hat im Frühjahrs-Quartal einen Umsatzeinbruch von 26,7 Prozent erlebt. Die Corona-Krise trug allerdings nur einen Teil zu den Problemen bei. Hauptsächlich ist es der Wandel der Vertriebswege, der dem Unternehmen immer mehr Schwierigkeiten bereitet. Denn die Zahl der Gamer, die ihre Spiele als Download im Netz kaufen, wächst immer weiter.

"Zuallererst: Die neuen Konsolen haben ein Laufwerk", erklärte Firmenchef George Sherman, nachdem er in einer Telefonkonferenz mit Analysten darlegen sollte, wie man gedenke, die massiven Probleme in den Griff zu bekommen. Über die kommenden sieben Jahre hinweg würden die neuen Systeme von Sony und Microsoft somit dazu beitragen, dass neben digitalen auch physische Verkäufe bestehen bleiben, führte er laut einem Bericht von Ars Technica weiter aus.


Hoffen auf Gebrauchtmarkt

Allerdings entspricht dies eben auch nur teil­weise den Tat­sachen. Denn beide An­bieter werden mit den Model­len Xbox Series S und Play­Station 5 Digital Edition je­weils auch Geräte auf den Markt bringen, die eben nicht über ein Lauf­werk ver­fügen und aus­schließ­lich über das Netz mit Inhalten ver­sorgt werden. Und es ist ziemlich wahr­scheinlich, dass diese auch einen ziem­lich großen Anteil an den Verkaufs­zahlen haben, da sie billiger in der Anschaffung sind.

Für die teureren Konsolen-Varianten mit Laufwerk wird es allerdings auch eine Zielgruppe geben. GameStop dürfte dabei vor allem auf jene Nutzer schauen, die sich lieber für eine solche Variante entscheiden und die höheren Investitionen in Kauf nehmen, weil sie anschließend auch gebrauchte Spiele kaufen und dabei dann sparen können. Das wiederum wäre für das Zweite-Hand-Geschäft GameStops mit seinen hohen Margen eine recht gute Sache. Allerdings darf bezweifelt werden, dass man damit die Negativ-Effekte der Download-Verkäufe lange eindämmen kann.

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