Windows 10: Problem mit unsinniger SSD-Defragmentierung gelöst

Microsoft wird mit der jetzt kommenden Aktualisierung der jüngsten Windows 10-Version ein Problem beheben, das die Lebensdauer von SSDs im Zweifelsfall deutlich senken konnte. Das Defragmentierungs-Tool führte seine Arbeit immer wieder durch.
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Der fragliche Fehler im Optimize Drives-Werkzeug ("Laufwerke optimieren" in der deutschen Sprachversion) wurde mit dem Mai-Update für Windows 10 ausgeliefert. Nahm der Nutzer mit diesem eine Defragmentierung des lokalen Festspeichers vor, merkte sich die Software nicht, wann sie diesen Vorgang zum letzten Mal durchführte. Da die Software also immer annahm, noch nie eine Defragmentierung durchgeführt zu haben, startete sie diesen Prozess immer wieder.

Dass die Microsoft-Entwickler nach Monaten nun endlich an einer Lösung arbeiten, deutete sich bereits vor einigen Tagen an. Mit der Veröffentlichung der Test-Fassung des Build 19042.487 zeigt sich nun auch die Umsetzung der Fehlerkorrektur in der Praxis. Der fragliche Fix wird nun also in dem Update bereitgestellt, mit dem Microsoft jetzt die nicht sicherheitsrelevanten Probleme der aktuellen Windows 10-Version angehen wird.


Tool ist bei SSDs völlig unnötig

Der Fehler ist insbesondere proble­ma­tisch, da die meis­ten Nutzer in­zwi­schen mit SSDs ar­bei­ten. Die Lebens­dauer die­ser Spei­cher­sys­teme wird haupt­säch­lich durch die Zahl der Schreib­vor­gänge in den Speicher­zellen be­grenzt. Wenn hier nun also ein Defrag­mentie­rungs-Tool ständig aktiv wird und Daten in den Chips hin- und her­schreibt, sinkt mit der Zeit die Qualität.

Grundsätzlich ist SSD-Nutzern ohnehin zu raten, auf die Nutzung von Defragmentierungs-Werkzeugen zu verzichten. Denn deren Funktionsweise, zusammengehörende Daten-Fragente physisch an einen Bereich zu schreiben, bringt nur bei Festplatten Vorteile. Denn dort müssen die Leseköpfe bewegt werden, um die Informationen zusammenzuholen - was bei einer starken Fragmentierung der Speichermedien eben Zeit kostet. Bei SSDs macht es aber keinen Unterschied, wo die Teile einer Datei abgelegt sind, so dass auch eine starke Fragmentierung der Daten nicht zu Performance-Einbußen führt.

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