Windows 10: SSD-Beschleuniger der Xbox Serie X kommt auf den PC

Ssd, Surface Pro 4, Microsoft Surface Pro 4, NVMe, Samsung SSD, Surface Pro 4 SSD, Samsung SSD PM951 Bildquelle: iFixit
Windows 10 soll vor allem Gamern zukünftig wesentlich höhere Per­for­mance-Werte beim Lesen der großen Datenmengen ihrer Anwendungen von der SSD bieten. Dafür übernimmt das Entwickler-Team eine Tech­nologie, die essentieller Teil der neuen Xbox ist. Laut einem Bericht von WindowsLatest arbeitet man in Redmond daran, das DirectStorage-API in Windows 10 zu integrieren. Dieses soll wie schon bei der Xbox Series X dafür sorgen, dass NVMe-Speicher deutlich performanter genutzt werden können. Aktuell werden die über­ragenden Möglichkeiten dieser SSDs nur im Ansatz ausgenutzt.

Das Problem besteht im Kern im Overhead, der bei der Arbeit mit den Speichermedien be­wäl­tigt werden muss. Das Lesen und Weiterreichen der gespeicherten Informationen erfolgt immer noch mit Verfahren, die schon seit sehr langer Zeit in den Systemen verankert sind und bei langsameren Laufwerken wie Festplatten kaum ins Gewicht fielen. Die NVMe-Spei­cher in der Xbox sind aber beispielsweise so schnell, dass es mehrere CPU-Kerne auslasten würde, um die anfallenden Metadaten schnell genug abzuarbeiten.


Overhead wird deutlich kleiner

DirectStorage reduziert dieses Problem deutlich und senkt die Last bei der Spielekonsole auf den Bruchteil der Kapazitäten eines Cores. Und zukünftig sollen eben auch PC-Gamer von der Technologie profitieren, die vor allem bei den enormen Datenmengen moderner Spiele die Ladezeiten signifikant reduziert. Im Prinzip werden auch andere Anwendungen profitieren können, allerdings müssen deren Entwickler eben auch dafür sorgen, dass das API direkt mit unterstützt wird.

Durch den deutlich reduzierten CPU-Overhead wird sich die I/O-Performance von NVMe-Speichern spürbar verbessern - vorausgesetzt natürlich, die jeweiligen Spiele bringen auch Support für die an DirectX angebundene Technologie mit. Die Microsoft-Entwickler werden daher in der nächsten Zeit auf verschiedene Partner zugehen und mit diesen dafür sorgen, dass die Integration des API in Windows 10 ordentlich zu Ende geführt wird. Im Laufe des kommenden Jahres sollen dann Spiele-Entwickler Zugang zu der Schnittstelle bekommen - entsprechend wird DirectStorage dann wohl auch an die Nutzer ausgeliefert. Genaue Zeit­pläne dafür, wann die Technologie in der Praxis sichtbar wird, gibt es allerdings noch nicht.

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