Huawei spürt den Druck durch Sanktionen und Pandemie deutlich
Mit der Corona-Krise und den massiven Sanktionen durch die US-Regierung hatte der chinesische Telekommunikations-Ausrüster gleich mit zwei großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Trotzdem konnte das Unternehmen in den letzten Monaten weiter wachsen.
Wie das Huawei-Management mitteilte, erzielte man in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Umsatz von 64,9 Milliarden Dollar. Das entspricht einer Steigerung um 13,1 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr. Die Hürden, mit denen der Konzern hier zu kämpfen hat, machen sich trotzdem deutlich bemerkbar. Denn die Wachstumsraten bis ins erste Halbjahr 2013 zurück waren stets über diesem Wert.
Über die Hälfte der Einnahmen generierte Huawei im Consumer-Geschäft, in dem Smartphones den größten Anteil haben. Hier sind die Sanktionen nur bedingt wirksam, da das Unternehmen erst einmal seine feste Kundenbasis in China versorgt, wo man ohnehin beispielsweise keine Geräte mit Google-Diensten anbieten kann. Der Bereich trug durch die schnelle internationale Expansion aber wesentlich zum schnellen Wachstum der letzten Jahre bei, was nun beeinträchtigt ist.
Konkrete Prognosen über den zukünftigen Geschäftsverlauf lassen sich kaum treffen. Denn wo man für gewöhnlich aus den Auftragseingängen einige Rückschlüsse ziehen kann, machen die anhaltende Pandemie-Lage und der anrollende Präsidentschafts-Wahlkampf in den USA die kommenden Monate für Huawei zu einer ziemlich unsicheren Sache.
Über die Hälfte der Einnahmen generierte Huawei im Consumer-Geschäft, in dem Smartphones den größten Anteil haben. Hier sind die Sanktionen nur bedingt wirksam, da das Unternehmen erst einmal seine feste Kundenbasis in China versorgt, wo man ohnehin beispielsweise keine Geräte mit Google-Diensten anbieten kann. Der Bereich trug durch die schnelle internationale Expansion aber wesentlich zum schnellen Wachstum der letzten Jahre bei, was nun beeinträchtigt ist.
Zukunft ungewiss
Wesentlich fragiler ist das Carrier-Geschäft, das gut ein Drittel des Umsatzes ausmacht. Hier hat sich Huawei darauf eingestellt, den weltweit anstehenden 5G-Ausbau zu nutzen, um kräftig zu wachsen. Ob dies insbesondere in den kommenden Jahren klappt, wird davon abhängen, in welchem Umfang sich das Unternehmen überhaupt an den zuerst anstehenden Upgrades der Netze in den Industriestaaten beteiligen kann.Konkrete Prognosen über den zukünftigen Geschäftsverlauf lassen sich kaum treffen. Denn wo man für gewöhnlich aus den Auftragseingängen einige Rückschlüsse ziehen kann, machen die anhaltende Pandemie-Lage und der anrollende Präsidentschafts-Wahlkampf in den USA die kommenden Monate für Huawei zu einer ziemlich unsicheren Sache.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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