Huawei in Europa: Frankreich verbietet nicht, empfiehlt aber Verzicht
Huawei steht weltweit unter Beobachtung, denn bis heute sind die Vorwürfe der Spionage weder bestätigt, aber auch nicht ganz vom Tisch. Die Länder reagieren unterschiedlich: Die USA haben bekanntlich den Bannhammer herausgeholt, ganz so weit geht man in der EU nicht.
Viele Staaten haben in den letzten Monaten und mittlerweile Jahren ihr Verhältnis zum chinesischen Smartphone-Hersteller und Netzwerkausrüster überdacht, doch die wenigsten gehen so weit wie die Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump. Aktuell hat sich Guillaume Poupard, der Chef der französischen Cybersicherheitsbehörde ANSSI, zu Wort gemeldet und dieser sprach sich gegen eine kompletten Bann von Huawei aus.
Infografik: 5G-Spektren im Vergleich
Im Gespräch mit der Tageszeitung Les Echos sagte Poupard, dass man Huawei nicht kategorisch vom 5G-Auf- und Ausbau ausschließen wird, aber den Netzwerk-Providern empfiehlt, nicht auf die Technik der Chinesen zurückzugreifen (wenn sie das nicht schon tun). Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat die US-Regierung ihre Verbündeten zuvor aufgerufen, auf Huawei-Technik zu verzichten, da diese zur Spionage verwendet werden könnte - was Huawei selbst natürlich scharf dementiert.
Frankreich hat bereits im März beschlossen, dass man Huawei nicht ausschließen wird, jedoch versuchen wird, das Unternehmen von den "Kern-Netzwerken" fernzuhalten. Die aktuelle Empfehlung betrifft vor allem zwei Provider, nämlich Bouygues Telecom und SFR, die Netzwerke der beiden bauen etwa zur Hälfte auf Huawei-Technik auf.
Im Gespräch mit der Tageszeitung Les Echos sagte Poupard, dass man Huawei nicht kategorisch vom 5G-Auf- und Ausbau ausschließen wird, aber den Netzwerk-Providern empfiehlt, nicht auf die Technik der Chinesen zurückzugreifen (wenn sie das nicht schon tun). Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat die US-Regierung ihre Verbündeten zuvor aufgerufen, auf Huawei-Technik zu verzichten, da diese zur Spionage verwendet werden könnte - was Huawei selbst natürlich scharf dementiert.
Frankreich hat bereits im März beschlossen, dass man Huawei nicht ausschließen wird, jedoch versuchen wird, das Unternehmen von den "Kern-Netzwerken" fernzuhalten. Die aktuelle Empfehlung betrifft vor allem zwei Provider, nämlich Bouygues Telecom und SFR, die Netzwerke der beiden bauen etwa zur Hälfte auf Huawei-Technik auf.
Kein Risiko bei europäischen Firmen
Orange, das zum Teil in Besitz des französischen Staates ist, hat bereits zuvor entschieden, auf Huawei zu verzichten und sich der Technik von Nokia und Ericsson verschrieben. Poupard sagte, dass er diese Empfehlungen und Maßnahmen nicht als feindseligen Akt gegenüber China verstanden sehen will: "Wir sagen nur, dass das Risiko bei europäischen Anbietern nicht das gleiche ist wie bei Nicht-Europäern."
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