Zwangsgeld droht: Telefonica verfehlt auch verlängertes LTE-Ausbauziel
Die Bundesnetzagentur macht Druck. Die Mobilfunk-Netzbetreiber in Deutschland werden ein Zwangsgeld zahlen müssen, wenn sie ihren Ausbau-Verpflichtungen nicht nachkommen. Für O2/Telefónica sieht es dabei gar nicht gut aus.
Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa und beruft sich dabei auf ein Schreiben, in dem Telefónica um eine erneute Fristverlängerung für den Netzausbau gebeten haben soll. Es geht dabei um den Ausbau des 4G-Netzes. Schon zum Jahreswechsel 2019/2020 hätten die drei Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica eigentlich ihre Verpflichtungen aus der Lizenzvergabe erfüllen müssen. Vodafone und die Telekom waren dabei schon gut vorangekommen, nur von Telefónica hörte man Gegenteiliges.
Infografik: 5G - Hohe Erwartungen, niedrige Zahlungsbereitschaft
Die Bundesnetzagentur hatte im Februar bestätigt, dass man ein Zwangsgeld in Höhe von 30 Millionen Euro verhängen werde, wenn die Vorgaben zum Netzausbau deutlich verfehlt werden. Damals war die eigentliche Frist bereits abgelaufen und man ging davon aus, dass Telefónica nur noch wenige Wochen bis zur Fertigstellung benötigt. Nun sind aber Monate ins Land gegangen. Wie weit das Unternehmen jetzt gekommen ist, ist derzeit nicht bekannt. Aus einem Bericht der Rheinischen Post geht aber hervor, dass der Konzern etwas mehr als ein Drittel der noch auszubauenden Standorte in Betrieb nehmen konnte.
Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
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Interner Bericht sieht noch viele Baustellen
Nun meldet die dpa, dass Telefónica über 3000 LTE-Standorte, die innerhalb einer Nachholfrist bis Ende Juni in Betrieb gehen sollten, nicht fertig bekommen wird. Ein Grund dafür soll die Coronakrise sein, die den Ausbau doch noch einmal erheblich erschwert habe. Daher sei es zu erneuten Verzögerungen gekommen, die man so nicht absehen konnte, heißt es in einem internen Bericht.Die Bundesnetzagentur hatte im Februar bestätigt, dass man ein Zwangsgeld in Höhe von 30 Millionen Euro verhängen werde, wenn die Vorgaben zum Netzausbau deutlich verfehlt werden. Damals war die eigentliche Frist bereits abgelaufen und man ging davon aus, dass Telefónica nur noch wenige Wochen bis zur Fertigstellung benötigt. Nun sind aber Monate ins Land gegangen. Wie weit das Unternehmen jetzt gekommen ist, ist derzeit nicht bekannt. Aus einem Bericht der Rheinischen Post geht aber hervor, dass der Konzern etwas mehr als ein Drittel der noch auszubauenden Standorte in Betrieb nehmen konnte.
Hoffnung besteht für den Konzern
Insider berichten, dass die Strafe gegen Telefónica nun deutlich höher ausfallen könnte, als noch Anfang des Jahres angenommen. Es sei aber noch nichts entschieden, daher hofft das Unternehmen auf eine neue Gnadenfrist. Für Telefónica sei der Ausbau schwieriger als für die beiden Konkurrenten gelaufen, da man seit der 4G-Vergabe auch die Fusion von O2 und E-Plus zu bewältigen hatte.Großer Mobilfunk-Vergleichs-Rechner
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