Sanktionen verlängert: Huawei ein weiteres Jahr ohne Google-Apps
US-Präsident Donald Trump verlängert den "nationalen Notstand" und die Sanktionen gegen den chinesischen Hersteller Huawei um ein weiteres Jahr. Bis auf wenige Ausnahmen werden Android-Smartphones des Konzerns weiterhin ohne Google-Dienste und -Apps auskommen müssen.
Im Handelsstreit zwischen den USA und China geht das Embargo für Konzerne wie Huawei in die Verlängerung. In einer Nachricht aus dem Weißen Haus lässt Donald Trump zwischen den Zeilen verlauten, dass die Einschränkungen in der Zusammenarbeit US-amerikanischer und chinesischer Unternehmen für ein weiteres Jahr bestehen bleiben. Neuvorstellungen und Smartphone-Flaggschiffe wie das Huawei P40 Pro und Mate 30 Pro werden zwar weiterhin mit Android 10 (EMUI 10) ausgeliefert, müssen aber auf Google-Apps wie Maps, Gmail und Co. sowie den für viele Märkte besonders wichtigen Play Store verzichten.
Mit so genannten "New Edition"-Modellen samt Google-Diensten versucht Huawei den Smartphone-Absatz zusätzlich zu stabilisieren. Mehr als neue Speicher- und Farbvarianten, zum Beispiel für das P30 Pro, bietet man mit diesen jedoch nicht an. Die Chancen für Google, eine Ausnahmegenehmigung für die Zusammenarbeit mit Huawei zu erhalten, gehen nicht gen Null. Microsoft erhielt von der US-Regierung die Erlaubnis, Laptops der Huawei MateBook-Serie weiterhin mit Windows-10-Lizenzen zu versorgen. Es bleibt abzuwarten, ob es auch Google gelingt, den Verkauf von Android-Lizenzen an Huawei zu reaktivieren.
Siehe auch:
Sanktionen und Corona lassen Verkaufszahlen einbrechen
Ein herber Schlag für Huawei, die in Kombination mit der Ausbreitung des Coronavirus derzeit mit stark sinkenden Verkaufszahlen zu kämpfen haben. Im ersten Quartal 2020 sollen diese in Märkten außerhalb Chinas um 35 Prozent eingebrochen sein. Diesem Abwärtstrend versucht der Hersteller mit seiner AppGallery als Play-Store-Alternative entgegenzuwirken, da Google auch weiterhin empfiehlt, die eigenen Mobile Services (GMS) nicht über Umwege auf Huawei-Smartphones zu installieren. Die App-Auswahl im hauseigenen Store des Unternehmens ist jedoch stark eingeschränkt und Android-Entwickler lassen sich nur schwer überzeugen, auch hier ihre Apps anzubieten.Mit so genannten "New Edition"-Modellen samt Google-Diensten versucht Huawei den Smartphone-Absatz zusätzlich zu stabilisieren. Mehr als neue Speicher- und Farbvarianten, zum Beispiel für das P30 Pro, bietet man mit diesen jedoch nicht an. Die Chancen für Google, eine Ausnahmegenehmigung für die Zusammenarbeit mit Huawei zu erhalten, gehen nicht gen Null. Microsoft erhielt von der US-Regierung die Erlaubnis, Laptops der Huawei MateBook-Serie weiterhin mit Windows-10-Lizenzen zu versorgen. Es bleibt abzuwarten, ob es auch Google gelingt, den Verkauf von Android-Lizenzen an Huawei zu reaktivieren.
Siehe auch:
- Huawei: Erste rein chinesische Smartphone-CPU jetzt im Massenmarkt
- Huawei P40 Lite 5G: Neues, günstigeres 5G-Smartphone ohne Google
- Huawei soll mit STMicro kooperieren, um US-Embargo zu umschiffen
- Huawei P Smart 2020: Altes Smartphone, neues Design - inkl. Google
- Wegen US-Embargos: Huawei kauft zur Not einfach CPUs von Samsung
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