Wegen US-Embargos: Huawei kauft zur Not einfach CPUs von Samsung
Der chinesische Smartphone-Gigant Huawei hat trotzig auf die Ankündigung der US-Regierung reagiert, mit neuen Regelungen die Fertigung von Prozessoren für Smartphones von Huawei durch Zulieferer zu unterbinden. Man könne ja einfach woanders einkaufen, heißt es.
Wie ein Unternehmenssprecher jüngst nach Angaben der Nikkei Asian Review erklärte, sieht man sich für den Fall der von den USA angekündigten Maßnahmen gut gerüstet. Zuvor hieß es, die US-Regierung unter Trump stehe kurz davor, den Zulieferern von Fertigungsanlagen für moderne Prozessoren für mobile Endgeräte den Verkauf ihrer Produkte an TSMC zu untersagen, wenn mit diesen Systemen Chips für Huawei produziert werden sollen.
Sollte die US-Regierung nun TSMC angreifen, um letztlich Huawei das Leben schwer zu machen, könne sein Konzern auch einfach die Chips anderer Hersteller einkaufen, so ein Firmensprecher. Huawei könne zum Beispiel Prozessoren von Samsung aus Korea erwerben, bei MediaTek aus Taiwan kaufen oder sich sogar von Spreadtrum (UniSOC) aus China beliefern lassen, so der Sprecher. Dies sei in der Industrie einfach Praxis.
Huawei hat mittlerweile bereits begonnen, einen Teil seiner Aufträge für die Fertigung von Chips aus seiner Entwicklung von TSMC weg zu seinem kleineren chinesischen Hersteller zu verlagern. Dabei handelt es sich allerdings eher um Prozessoren mit weniger hohen Anforderungen an Performance und technische Modernität, die vor allem im Bereich der Mobilfunkausrüstung zum Einsatz kommen.
Sie werden in größeren Strukturbreiten gefertigt und sind daher leichter herzustellen als die hochmodernen SoCs, die bei TSMC mit extrem geringen Strukturbreiten vom Band laufen. Fraglich ist, inwiefern Samsung, MediaTek und UniSOC in der Lage wären, ähnlich leistungsstarke Prozessoren zu liefern, wie sie heute in Form des Kirin 990 bei TSMC gefertigt werden. Der im 7-Nanometer-Maßstab produzierte Chip bildet mit einem integrierten 5G-Modem das Herz der neuen Huawei P40-Serie.
USA wollen TSMC am Bau von Huawei-Chips hindern
TSMC ist der weltgrößte Vertragsfertiger für Prozessoren aller Art und baut nicht nur die Huawei HiSilicon Kirin-SoCs, sondern auch Chips für AMD, Nvidia, Qualcomm und diverse andere Abnehmer. Bisher ist Huawei einer der größten Kunden des taiwanischen Chip-Vertragsfertigers, wobei die meisten für den Bau der Chips verwendeten Maschinen von amerikanischen Spezialfirmen stammen.Sollte die US-Regierung nun TSMC angreifen, um letztlich Huawei das Leben schwer zu machen, könne sein Konzern auch einfach die Chips anderer Hersteller einkaufen, so ein Firmensprecher. Huawei könne zum Beispiel Prozessoren von Samsung aus Korea erwerben, bei MediaTek aus Taiwan kaufen oder sich sogar von Spreadtrum (UniSOC) aus China beliefern lassen, so der Sprecher. Dies sei in der Industrie einfach Praxis.
Huawei sieht genug Ausweichmöglichkeiten
Wäre Huawei nicht mehr in der Lage, seine selbst entwickelten Prozessoren auf ARM-Basis bei TSMC oder einem anderen Vertragsfertiger bauen zu lassen, gäbe es noch immer die Option, auf das Wachstum und die Entwicklung von Chip-Herstellern in China zu hoffen. Künftig könne man die eigenen Smartphones somit entweder mit Chips von chinesischen Partnern bauen oder eben auf Anbieter aus Südkorea, Japan, Taiwan oder Europa zurückgreifen, hieß es weiter.Huawei hat mittlerweile bereits begonnen, einen Teil seiner Aufträge für die Fertigung von Chips aus seiner Entwicklung von TSMC weg zu seinem kleineren chinesischen Hersteller zu verlagern. Dabei handelt es sich allerdings eher um Prozessoren mit weniger hohen Anforderungen an Performance und technische Modernität, die vor allem im Bereich der Mobilfunkausrüstung zum Einsatz kommen.
Sie werden in größeren Strukturbreiten gefertigt und sind daher leichter herzustellen als die hochmodernen SoCs, die bei TSMC mit extrem geringen Strukturbreiten vom Band laufen. Fraglich ist, inwiefern Samsung, MediaTek und UniSOC in der Lage wären, ähnlich leistungsstarke Prozessoren zu liefern, wie sie heute in Form des Kirin 990 bei TSMC gefertigt werden. Der im 7-Nanometer-Maßstab produzierte Chip bildet mit einem integrierten 5G-Modem das Herz der neuen Huawei P40-Serie.
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