Home-Office mit 16Mbit? - Dorf protestiert und will endlich Breitband
Die schlichte Weigerung der Deutschen Telekom und anderer Anbieter, schnelle Internet-Verbindungen überall verfügbar zu machen, wirkt sich aktuell besonders aus. Das hat jetzt zu gut sichtbaren Protesten in einem niedersächsischen Dorf geführt.
Weetzen hat über 2000 Einwohner und ist nur wenige Kilometer von der Landeshauptstadt Hannover entfernt. Und auch hier machen sich die Corona-Maßnahmen bemerkbar. Kinder sind seit Wochen zuhause und nehmen über Videokonferenzen an einem eingeschränkten Schulunterricht teil, während ihre Eltern ebenfalls zu Hause sind und von hier aus arbeiten. So richtig gut funktioniert das aber nicht in allen Fällen.
Das ist jetzt in großen Buchstaben auf der Straße Altes Bergfeld zu lesen. "Wir brauchen schnelles Internet", steht dort laut einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Und so richtig gut lesbar ist es von oben - wo mit etwas Glück ja vielleicht ein Telekom-Manager zum nächsten Termin fliegt. Initiiert wurde die Protestaktion von einem 12-jährigen Schüler, der immer wieder Probleme hat, an den Videokonferenzen seiner Klasse teilzunehmen. Denn an dem Standort ist bis heute gerade mal eine schmalbrüstige DSL-Anbindung mit 16 Megabit pro Sekunde im Downstream verfügbar. Wenn die drei Leute, die im Haushalt wohnen, aufgrund der aktuellen Situation gleichzeitig online sind, ist die Leitung schnell dicht.
(Foto: Privat / HAZ)
Schon damals gab es Treffen, in denen der mangelnde Netzausbau thematisiert wurde. Es gab auch verschiedene Ideen - von Zuschüssen an die Telekom, damit diese trotz nicht zu erwartender Rentabilität ein Kabel legt, bis hin zur eigenverantwortlichen Verlegung von Leerrohren. Aus diversen rechtlichen und finanziellen Gründen ging es aber bis heute nicht voran. Und auch der Mobilfunk ist vor Ort keine Alternative.
So geht es letztlich vielen Bürgern im ländlichen Raum. Eigentlich sollten längst flächendeckend mindestens DSL- oder Kabel-Anbindungen mit 50 Megabit im Downstream verfügbar sein. Das sahen die Ziele der Bundesregierung bis 2018 vor. Selbst diese wenig ambitionierten Pläne sind aus heutiger Sicht allerdings grandios gescheitert.
Das ist jetzt in großen Buchstaben auf der Straße Altes Bergfeld zu lesen. "Wir brauchen schnelles Internet", steht dort laut einem Bericht der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Und so richtig gut lesbar ist es von oben - wo mit etwas Glück ja vielleicht ein Telekom-Manager zum nächsten Termin fliegt. Initiiert wurde die Protestaktion von einem 12-jährigen Schüler, der immer wieder Probleme hat, an den Videokonferenzen seiner Klasse teilzunehmen. Denn an dem Standort ist bis heute gerade mal eine schmalbrüstige DSL-Anbindung mit 16 Megabit pro Sekunde im Downstream verfügbar. Wenn die drei Leute, die im Haushalt wohnen, aufgrund der aktuellen Situation gleichzeitig online sind, ist die Leitung schnell dicht.
(Foto: Privat / HAZ)
Kein neues Thema
Ähnlich geht es nicht nur dem Schüler, sondern auch diversen Nachbarn. Daher schrieb man nun die Forderung auf die Straße und einen Brief an die Telekom. Von dieser steht eine Antwort allerdings noch aus. Und es ist keineswegs so, dass das Problem plötzlich über alle Beteiligten hereinbrach und vorher niemand ein Problem mit der langsamen Anbindung hatte. Schon vor einem Jahr war klar, dass man von der Telekom mit ihrem Vectoring-Ausbau übergangen wird.Schon damals gab es Treffen, in denen der mangelnde Netzausbau thematisiert wurde. Es gab auch verschiedene Ideen - von Zuschüssen an die Telekom, damit diese trotz nicht zu erwartender Rentabilität ein Kabel legt, bis hin zur eigenverantwortlichen Verlegung von Leerrohren. Aus diversen rechtlichen und finanziellen Gründen ging es aber bis heute nicht voran. Und auch der Mobilfunk ist vor Ort keine Alternative.
So geht es letztlich vielen Bürgern im ländlichen Raum. Eigentlich sollten längst flächendeckend mindestens DSL- oder Kabel-Anbindungen mit 50 Megabit im Downstream verfügbar sein. Das sahen die Ziele der Bundesregierung bis 2018 vor. Selbst diese wenig ambitionierten Pläne sind aus heutiger Sicht allerdings grandios gescheitert.
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