Die Hölle friert zu, nächstes Jahr ist bei den Oscars Streaming erlaubt
Die Coronakrise verändert die Welt, auch Institutionen, die konservativer nicht sein könnten. Dazu zählt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die für die Vergabe der Oscars zuständig ist. Denn die Academy hat bekannt gegeben, dass man Streaming-Filme zulassen wird.
Die Academy und ihre alljährlichen Awards sehen sich nicht nur als die Hüter des guten Films, sondern vor allem auch als Bewahrer der Kinos. Das ist sicherlich auch löblich, denn viele Filme entfalten ihre Wirkung am besten auf einer großen Leinwand. Dennoch gilt die knapp 10.000 Mitglieder zählende Organisation als zu konservativ, da man nur sehr schwerfällig auf das sich verändernde Geschäft reagiert und es Anbietern wie Netflix schwerer macht als notwendig, für die Verleihung der wichtigsten Filmpreise berücksichtigt zu werden.
Das hat auch Folgen für die Oscars, denn an sich sind dort Filme, die es nur per Streaming zu sehen gibt, nicht zugelassen. Doch dieses Jahr muss man diese Regel aufbrechen, da die Academy ansonsten Gefahr laufen würde, Anfang des nächsten Jahres nichts zu haben, das man auszeichnen könnte.
Also machen die Oscars-Veranstalter eine Ausnahme, wie das Hollywood-Branchenmedium Deadline berichtet. Denn die Academy lässt nun - einmalig, wie man betont - Filme zu, die via Streaming oder Video on Demand (VoD) das Debüt gegeben haben. Die Entscheidung bedeutet aber nicht, dass man es mit Streaming nun allzu locker nimmt, denn sie ist an recht strenge Auflagen geknüpft.
So ist (zumindest auf dem Papier) vorgeschrieben, dass nur Filme dafür in Frage kommen, die ursprünglich für eine Kinoveröffentlichung vorgesehen waren. Bisher musste ein Film mindestens eine Woche lang vor der Freischaltung auf einem Streaming-Portal in einem Kino laufen.
Siehe auch: Streaming-Streit eskaliert - Universal-Filme aus ersten Kinos verbannt
Streaming als Alternative
Doch 2020 ist nichts so wie es früher war, denn angesichts der Maßnahmen durch das Coronavirus sind fast überall auf der Welt die Kinos geschlossen. Mit Folgen: Filme werden verschoben oder ins Internet, also Streaming, verlagert.Das hat auch Folgen für die Oscars, denn an sich sind dort Filme, die es nur per Streaming zu sehen gibt, nicht zugelassen. Doch dieses Jahr muss man diese Regel aufbrechen, da die Academy ansonsten Gefahr laufen würde, Anfang des nächsten Jahres nichts zu haben, das man auszeichnen könnte.
Also machen die Oscars-Veranstalter eine Ausnahme, wie das Hollywood-Branchenmedium Deadline berichtet. Denn die Academy lässt nun - einmalig, wie man betont - Filme zu, die via Streaming oder Video on Demand (VoD) das Debüt gegeben haben. Die Entscheidung bedeutet aber nicht, dass man es mit Streaming nun allzu locker nimmt, denn sie ist an recht strenge Auflagen geknüpft.
So ist (zumindest auf dem Papier) vorgeschrieben, dass nur Filme dafür in Frage kommen, die ursprünglich für eine Kinoveröffentlichung vorgesehen waren. Bisher musste ein Film mindestens eine Woche lang vor der Freischaltung auf einem Streaming-Portal in einem Kino laufen.
Siehe auch: Streaming-Streit eskaliert - Universal-Filme aus ersten Kinos verbannt
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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