Datenschützer dementiert, Unterricht per Skype untersagt zu haben
In Zeiten der Coronakrise haben in vielen Ländern der Welt die Schulen geschlossen, seither versuchen Behörden, Lehrer und Schüler, Wege zu finden, wie man den Unterricht online fortsetzen kann. Dabei kommt auch Skype zum Einsatz - zum Missfallen von Datenschützern?
Das jedenfalls hat eine Zeitung behauptet. Denn dieser Tage vermeldete das Hamburger Abendblatt, dass Datenschutzbeauftragte der Hansestadt den Einsatz von Skype im Fern-Unterricht untersagt haben sollen.
Die Zeitung schrieb in tendenziell dramatischen Worten, dass die 22.000 Lehrer derzeit versuchen, "den Kindern und Jugendlichen den aktuellen Lernstoff aus der Ferne zu vermitteln. Unterricht via Skype ist dabei jedoch nicht möglich. Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar hat diese Form des schulischen (Fern-)Unterrichts untersagt." Im Bericht heißt es weiter, dass Elternvertreter dieses Skype-Verbot unterstützen.
Denn heute dementierte das Büro von Caspar den Bericht: "Es hat weder ein Skype-Verbot noch eine Untersagung des Unterrichts via Skype oder eines anderen Messenger-Dienstes durch den Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit persönlich oder durch seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegeben."
Der Verzicht auf Skype sei vielmehr freiwillig durchgeführt worden, nachdem man sich mit der Schulleitung vor Ort in Verbindung gesetzt habe. Danach hat sich die Schulleitung entschieden, das Skype-Angebot einzustellen und auf andere Lösungen zu setzen.
Die grundsätzliche Haltung des Hamburgischen Datenschutzbeauftragten ist jedoch unverändert, denn man schreibt, dass man "die Nutzung von kommerziellen Kommunikationsplattformen für schulische Zwecke unter datenschutzrechtlichen Aspekten grundsätzlich kritisch" sieht. "Es ist jedoch die klare Position, in enger Absprache mit der Behörde für Schule und Berufsbildung auf Überzeugungsarbeit bei den verantwortlichen Stellen, nicht aber auf Untersagungen und Verbote zu setzen. Dies gilt in besonderem Maße in der gegenwärtigen Situation der Corona-Krise, die für alle Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer massivste Herausforderungen mit sich bringt."
Die Zeitung schrieb in tendenziell dramatischen Worten, dass die 22.000 Lehrer derzeit versuchen, "den Kindern und Jugendlichen den aktuellen Lernstoff aus der Ferne zu vermitteln. Unterricht via Skype ist dabei jedoch nicht möglich. Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar hat diese Form des schulischen (Fern-)Unterrichts untersagt." Im Bericht heißt es weiter, dass Elternvertreter dieses Skype-Verbot unterstützen.
Typische Skepis?
Dabei hatten auch wir anfangs den Reflex "Typisch!" Denn in Deutschland ist die Skepsis zu neuen Technologien traditionell groß, vor allem dann, wenn es um das Thema Datenschutz und Privatsphäre geht. Doch das Problem dabei war: Die Story stimmt so nicht ganz.Denn heute dementierte das Büro von Caspar den Bericht: "Es hat weder ein Skype-Verbot noch eine Untersagung des Unterrichts via Skype oder eines anderen Messenger-Dienstes durch den Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit persönlich oder durch seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegeben."
Der Verzicht auf Skype sei vielmehr freiwillig durchgeführt worden, nachdem man sich mit der Schulleitung vor Ort in Verbindung gesetzt habe. Danach hat sich die Schulleitung entschieden, das Skype-Angebot einzustellen und auf andere Lösungen zu setzen.
Die grundsätzliche Haltung des Hamburgischen Datenschutzbeauftragten ist jedoch unverändert, denn man schreibt, dass man "die Nutzung von kommerziellen Kommunikationsplattformen für schulische Zwecke unter datenschutzrechtlichen Aspekten grundsätzlich kritisch" sieht. "Es ist jedoch die klare Position, in enger Absprache mit der Behörde für Schule und Berufsbildung auf Überzeugungsarbeit bei den verantwortlichen Stellen, nicht aber auf Untersagungen und Verbote zu setzen. Dies gilt in besonderem Maße in der gegenwärtigen Situation der Corona-Krise, die für alle Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrer massivste Herausforderungen mit sich bringt."
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